SG H2Ku Herrenberg startet interessantes Crowdfunding-Projekt

Auf Initiative der Oberligaspieler Alexander Zürn und Nicolas Rhotert beginnt die Aktion heute. Diese ist nicht nur eine reine Spendensammlung, denn auf die Gönner warten zudem einige attraktive Prämien. Am Ende sollen 30 000 Euro zusammenkommen.

Große Vorfreude bei Nicolas Rhotert (li.) und Alexander Zürn aus der Oberliga-Mannschaft: Die beiden Initiatoren des H2Ku-Crowdfundings sind aber auch aufgeregt und gespannt, wie die Aktion am heutigen Montag anläuft Foto: Peter Gebhardt

Artikel vom 29. Juni 2020 – 08:45

Von Peter Gebhardt

HERRENBERG. Der Sport insgesamt blickt noch immer in eine ungewisse Zukunft. Gerade der semiprofessionelle Bereich kann zurzeit kaum weitreichende Entscheidungen treffen. Dies liegt einerseits an den Auflagen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, die ein geregeltes Training gerade im Handballsport noch nicht zulassen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch noch den wirtschaftlichen Aspekt. In Zeiten, in denen viele Firmen ums Überleben kämpfen, ist die Zuwendung der Sponsoren nicht unbedingt selbstverständlich.

Wohl überall machen sich deshalb Vereinsfunktionäre ihre Gedanken, wie sie ihre gesteckten Etatziele am besten erreichen können. Mitten in diesen Überlegungen, in denen auch die Herrenberger Handball-Spielgemeinschaft H2Ku steckt, traten nun mit Nicolas Rhotert und Alexander Zürn ausgerechnet zwei Aktive auf den Plan. Die beiden Spieler der Oberligamannschaft gingen mit einer Idee auf Vorstandssprecher Jan Rhotert zu, deren Ursprung zwar schon länger bekannt ist, aber im Sportbereich bisher eher selten zu finden war.

Das Motto lautet: „Meine Region! Mein Verein! Oben bleiben!“

Mit einer Crowdfunding-Aktion sollen finanzielle Mittel generiert werden, die den Handball bei der SG H2Ku Herrenberg auch in den jetzigen schwierigen Zeiten auf hohem Niveau sichern sollen. Dabei steht der Begriff Crowdfunding am ehesten für eine Gruppenfinanzierung, bei der sich möglichst viele Menschen für ein Projekt finanziell engagieren. Da bei der Konstellation Vater-Sohn die Wege bei den Rhoterts besonders kurz sind, wurde die Idee schnell vorangetrieben. Jan Rhotert selbst legt dabei besonders viel Wert darauf, zu betonen, dass die Initiative ausschließlich von beiden Spielern ausging.

Am heutigen Montag startet die Aktion unter dem Motto „Meine Region! Mein Verein! Oben bleiben!“. Sie soll am Ende 30 000 Euro einspielen. Auf der Internetseite des externen Dienstleisters Fairplaid wird das Projekt vorgestellt, verwaltet, und es wird zum Einkauf eingeladen. Denn das Crowdfunding ist beileibe keine reine Spendensammlung. Jeder soll einen Gegenwert, sprich eine Prämie, für sein Engagement erhalten. Und dieser Gegenwert hat es wahrlich in sich. Über handfeste Prämien wie von den Rhein Neckar Löwen signierte Trikots der Nationalspieler Steffen Fäth und Andreas Palicka oder VIP-Tickets für den VfB Stuttgart reicht die Palette zum Beispiel bis hin zu einem einzigartigen Blick hinter die Kulissen der H2Ku-Frauen-Zweitliga-mannschaft inklusive Platz auf der Auswechselbank bei einem Punktspiel. Etwa 100 dieser Prämien – im großen als auch im etwas kleineren Stil – haben die Verantwortlichen zusammengetragen. Das allein zeigt schon, wieviel Arbeit in dem Projekt steckt. Arbeit, die natürlich im Vorfeld nicht von Alexander Zürn und Nicolas Rhotert allein gestemmt werden konnte. Und so begann die Suche nach Helfern.

„Es war toll, zu sehen, dass wir in kürzester Zeit ein schlagkräftiges Team mit zwölf Mitgliedern aus allen Gremien und Teams des Vereins gewinnen konnten“, so Rechtsaußen Zürn. Dieser Kern ging in die Teams der SG H2Ku, sprach Sponsoren an und suchte auch anderswo Unterstützung. Letztlich war die Resonanz überwältigend. „Wir sind mit dem Projekt an die Mannschaften herangetreten. Alle Vorschläge kamen dann von den Teams selber“, freut sich Torwart Nicolas Rhotert. Etwa die Hälfte der Prämien kam so zusammen. Von Personaltraining mit Oberliga-Coach Fabian Gerstlauer bis zur Gartenarbeit und Erntehilfe ist (fast) alles dabei. Den anderen Prämienteil steuerten derweil Firmen bei. Kein einfaches Unterfangen, sollte man meinen. Umso erfreuter war Jan Rhotert auch hier über die Resonanz: „Die Idee des Crowdfunding kam bei den meisten Firmen und Sponsoren hervorragend an. Gerade die Dienstleistungsbranche hat uns mit Gutscheinen und Aktionen unterstützt, von denen sowohl der Verein als auch der Sponsor selbst profitiert“, erklärt der Vorstandssprecher. Auch drei Jahresabos für das E-Paper der Kreiszeitung Böblinger Bote sind so dabei.

Volle acht Wochen hatte es dann von der ersten Idee bis heute gedauert. Einen Zeitraum, den auch das Handballerduo intensiv erlebt hat. „Wir hatten schon damit gerechnet, dass es viel Arbeit wird“, waren sich beide der Herausforderung bereits vorher bewusst. Dabei hätten es Zürn und Rhotert durchaus etwas einfacher haben können – nämlich indem sie die Aktion auf das Oberligateam beschränken.

Volle acht Wochen von der ersten Idee bis zum Start des Projekts

Die Frage danach lässt bei den Spielern aber fast schon Verwunderung aufkommen. „Für uns war von Beginn an klar, dass wir den ganzen Verein unterstützen wollen“, betont Nicolas Rhotert, der neben der Arbeit am Crowdfunding-Projekt mitten in den Abschlussprüfungen zum Finanzassistenten steckt. „Nur wenn der ganze Verein gesund ist, können wir als Mannschaft leben“, ergänzt der 25-jährige Alexander Zürn.

Bei beiden ist neben der Aufregung vor dem Start vor allem auch Vorfreude zu spüren. „Wir sind sehr optimistisch, dass wir den angestrebten Betrag komplett erreichen werden“, sagt Torhüter Rhotert. Optimismus sollte auch vonnöten sein, denn eines ist schon jetzt klar: Das Projekt steht unter dem Motto „Alles oder Nichts“. Das heißt im Klartext, dass es das gesammelte Geld nur gibt, wenn die 30 000 Euro auch erreicht werden. Wenn nicht, gilt das Projekt als gescheitert, und alle Unterstützer bekommen ihr Geld zurück. Das ist jedoch ein normales Prozedere im Crowdfunding.

Allerdings ist bei dieser Art der Finanzierung die Aussicht auf Erfolg auch größer als bei einer reinen Spendenaktion. An ein Scheitern verschwendet aber weder Nicolas Rhotert noch Alexander Zürn einen Gedanken. Zürn, als Projektleiter im Onlineshop eines Baustoffgroßhändlers auch beruflich stark eingespannt, ist sich sicher, dass sich der Aufwand in der Freizeit am Ende auszahlen wird. „Ich sehe uns optimal vorbereitet und auch bei den Prämien sehr gut aufgestellt“.

Und was sagt der Verein über seine umtriebigen Spieler? Vorstandssprecher Jan Rhotert hat da mehr als nur einen Blickwinkel: „Natürlich freuen wir uns über die Initiative der Spieler, Geld für die SG H2Ku zu erwirtschaften. Wir haben als Verein aber auch den Auftrag, junge Menschen zu fördern und zu formen. Deshalb macht mich die ganze Crowdfunding-Aktion mit dem Engagement der Sportler sehr stolz.“ Stolz wäre er sicher auch in vier Wochen, wenn auf der Internetseite des Crowdfunding-Projekts stehen würde: 100 Prozent erreicht.

https://www.toyota-crowd.de/sgh2ku

Ein ehrgeiziges Ziel: 30000 Euro – oder nichts

Über Crowdfunding will die SG H2Ku Herrenberg mindestens 30000 Euro einnehmen. Die beiden Oberliga-Handballer Alexander Zürn und Nicolas Rhotert haben die Aktion initiiert. Für Beträge von zehn bis 1500 Euro gibt es entsprechende Gegenleistungen. Das Motto: SGeht nur gemeinsam. Ab Montag läuft die Aktion vier Wochen lang.

Alexander Zürn (links) und Nicolas Rhotert haben das Crowdfunding angestoßen GB-Foto: ros

Wollten Sie schon immer mal bei einem Kabinenfest der zweiten Frauen-Mannschaft der SG H2Ku Herrenberg dabei sein? Oder während des Spiels auf der Auswechselbank der Zweitliga-Frauen sitzen? Jetzt ist die Chance gekommen. Das sind zwei Prämien, die sich vom kommenden Montag an buchen lassen. Über 100 verschiedene stehen zur Auswahl. Abgesehen von den Sponsoring-Paketen, die vornehmlich für Unternehmen gedacht sind, ist ein Team-Event am Bodensee für 20 Personen das teuerste Angebot.

„Wir haben Prämien im Bereich von zehn bis 1500 Euro“, sagt Alexander Zürn. Der Rechtsaußen der H2Ku-Oberliga-Männer hat das Projekt zusammen mit Torwart Nicolas Rhotert angestoßen. Dabei soll jeder, der sich an der Aktion beteiligt, einen Gegenwert erhalten. „Wir wollen keine Spender, sondern Unterstützer“, sagt Zürn. Und schiebt hinterher: „Man kann aber natürlich auch spenden.“ Zu je 30 Prozent sollen die Erlöse aus der Aktion in die Bereiche Frauen, Männer und Jugend fließen, zehn Prozent können frei verwendet werden. 

Lesen Sie weiter unter:

https://www.gaeubote.de/Nachrichten/Ein-ehrgeiziges-Ziel-30000-Euro-oder-nichts-51556.html

Eigengewächs Ronja Bühler im Kader der Kuties

Eine 17-Jährige spielt künftig zusammen mit ihrer A-Jugend-Trainerin im Zweitliga-Team der SG H2Ku Herrenberg

Ronja Bühler: In der A-Jugend geht sie im Rückraum auf Torejagd, im Zweitliga-Team ist sie für die Linksaußen-Position vorgesehen Foto: vf

Artikel vom 16. Juni 2020 – 17:18

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Die Verantwortlichen von Handball-Zweitligist SG H2Ku Herrenberg basteln aktuell an zwei Versionen der kommenden Vorbereitung. „Einmal mit und einmal ohne Körperkontakt“, schmunzelt Coach Mike Leibssle, „wir müssen die Verordnungen abwarten, aber dann umgehend reagieren können.“ Anfang Juli wollen die Kuties wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen, vereinzelt wurde bereits individuell in der Halle trainiert. Sollte die SG H2Ku wie geplant in die Vorbereitung starten können, wird auch Ronja Bühler aus der eigenen A-Jugend mit von der Partie sein.

„Sie bringt gute körperliche und spielerische Voraussetzungen mit, um auf diesem Niveau mithalten zu können“, begründet Mike Leibssle den Schritt, das Eigengewächs in den Kader zu integrieren. Die 17-Jährige soll vornehmlich auf Linksaußen zum Einsatz kommen, in der abgelaufenen Saison saß sie bereist vereinzelt ohne Einsatz auf der Auswechselbank. „Zudem hat sie regelmäßig einmal die Woche bei uns mittrainiert, da ist ihr großes Potenzial bereits aufgeblitzt“, so Leibssle, „ihr letztes Jugendjahr soll sie gleichzeitig auch voll mitnehmen.“ Die A-Jugend der SG wird von Kuties-Kapitänin Kerstin Foth trainiert und belegte in der abgelaufenen Saison den zweiten Platz in der Württembergliga.

Nach den Abiturprüfungen folgt ein Freiwilliges Soziales Jahr

„Diese Kombination ist optimal, um eine gute Kommunikation für Ronjas Trainings- und Spielbelastung zu gewährleisten“, so Leibssle weiter. Die Trainerin auch gleichzeitig als Mitspielerin, ist das keine komische Situation? „Nein, finde ich überhaupt nicht“, lacht das Talent, „im Gegenteil, ich glaube es ist ein großer Vorteil für mich, wir haben ein gutes Verhältnis.“

2016 wechselte sie von der SG Nebringen/Reusten nach Herrenberg, in Reusten wohnt sie heute noch. In den vergangenen Wochen legte sie die Abitur-Prüfungen ab, im September wird sie ein Freiwilliges Soziales Jahr in Herrenberg beginnen. „So kann ich mich tatsächlich voll auf die sportlichen Herausforderungen konzentrieren“, ist das Nachwuchstalent überzeugt. Mit dem Sprung in die erste Mannschaft kommt Ronja Bühler ihrem Traum, einmal eine vollwertige Zweitliga-Spielerin zu sein, einen kleinen Schritt näher: „Der Respekt vor dieser Aufgabe ist natürlich groß, aber die Vorfreude überwiegt.“ Bei den Juniorinnen wird sie vornehmlich im Rückraum eingesetzt, den Wechsel auf die Außenbahn sieht sie gelassen. „Es ist eine gute Möglichkeit, mich an die Qualität der Liga zu gewöhnen.“ Genau diese Bodenständigkeit schätzt auch ihr Trainer: „Sie ist sehr lernwillig und wird auf jeden Fall ihre Einsatzzeiten bekommen.“ Wann genau sie ihr Zweitliga-Debüt feiern darf, ist aber noch offen.

Die SG H2Ku Herrenberg gegen Blutkrebs

2017 haben wir als Verein an einem unserer Spieltage bereits eine Registrierungsaktion durchgeführt um einem kleinen erkrankten Jungen aus unserem Umfeld zu helfen. 

Gerade während der Corona-Pandemie benötigen Blutkrebspatienten unsere Hilfe nun mehr denn je! Das Virus erschwert Ihren Alltag und die Suche nach einem passenden Stammzellspender erheblich. 

Als Sportler wissen wir was es bedeutet sich für ein gemeinsames Ziel einzusetzen und Zusammenhalt zu zeigen. Deshalb möchten wir euch heute nochmals um eure Hilfe und euren Einsatz bitten. Lasst uns zusammen von zuhause aus Blutkrebspatienten helfen..

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Alle 15 Minuten erhält ein Patient in Deutschland die Diagnose Blutkrebs und nur ein Drittel aller Blutkrebspatienten findet innerhalb der Familie einen passenden Spender. Jeder zehnte Blutkrebspatient sucht vergeblich einen passenden Spender. Deine Hilfe ist gefragt! Viele Blutkrebspatienten brauchen einen Stammzellspender, um zu überleben und vielleicht kannst Du schon bald eine zweite Chance auf Leben ermöglichen!

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Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch, der zwischen 17 und 55 Jahren alt ist und nicht bereits bei der DKMS oder einer anderen Datei registriert ist, Stammzellspender werden.

WIR SAGEN DANKE!

Eigentlich hätten wir heute Abend unser letztes Training – vielleicht im Bad Taste Outfit- für diese Saison gehabt …
Eigentlich hätten wir mit euch letztes Wochenende unser letztes Heimspiel gefeiert,
Wären das letzte mal, möglicherweise mit den @sgh2kumpels_m3 😆, zum böhmischen Traum aus den Katakomben gekommen, 
Eigentlich hätten wir uns gerne bei euch in diesem Rahmen verabschiedet in die „Wohl verdiente Sommerpause“ …
Eigentlich hätten wir aber auch am Samstag unser letztes Auswärtsspiel, ausgerechnet in Nord-Harrislee, bestritten und uns den Kopf über die perfekte Anreise zerbrochen, die es vermutlich gar nicht gibt 😅 
Und eigentlich würden wir uns jetzt schon auf unsere Kulturreise nach Mallorca freuen..😢 

Doch das alles sollte dieses Jahr nicht sein. 
Auch wenn wir uns zur Zeit nicht sehen können, wollten wir nochmal DANKE sagen, für eine durchaus nicht ganz leichte Saison. 
Und wir wollen wieder Gas geben. Für euch, für uns und alle anderen. Wir wollen kämpfen mit Leidenschaft, Teamgeist zeigen, und Erfolge feiern. Denn genau dafür arbeiten wir jeden Tag hart an uns. Wir wollen wieder Handball spielen. Und zwar mit euch -den besten Fans und Sponsoren- im Rücken. 

Die H2kuties sagen DANKE und freuen sich schon jetzt darauf jeden von euch bald wieder gesund und munter in der Halle zu sehen um den Sport zu feiern, den wir alle so lieben. 

Bleibt gesund ! 
Eure Kuties

Sarah Neubrander kehrt zu den Kuties zurück

In der kommenden Saison der 2. Handball-Bundesliga Co-Trainerin bei der SG H2Ku Herrenberg

Sarah Neubrander bei ihrem Abschied von den Kuties am 26. Mai 2018: Als Co-Trainerin kehrt sie jetzt zurück Foto: Wolfgang Frank/Eibner

Artikel vom 23. April 2020

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Die Verantwortlichen der SG H2Ku Herrenberg stellen auch während der Corona-Krise weiterhin die Weichen für die nächste Saison. So wird Sarah Neubrander künftig an der Seite von Mike Leibssle auf der Trainerbank Platz nehmen. Die 30-Jährige ersetzt Jochen Neutz, der sein Amt nicht fortsetzen konnte. „Nach dieser Absage waren wir auf der Suche nach jemandem, der sowohl sportlich passt als auch menschlich einen guten Draht zur Mannschaft hat“, beschreibt Leibssle, „mit Sarah haben wir die optimale Lösung gefunden.“

Die große Schwester von Top-Torschützin Lea Neubrander hatte 2018 ihre sportliche Karriere bei der SG H2Ku beendet. Zuvor war sie jahrelang der Kopf dieser Mannschaft und führte die Kuties als Kapitänin an. „Sie kennt das Geschäft und kann mir so die ideale Unterstützung bieten“, weiß Leibssle. „Ich kenne Sarah bereits seit vielen Jahren und weiß welche Qualitäten sie auch abseits des Spielfeldes mitbringt. Ich schätze sie sehr.“ Bei ihrem Heimatverein, der SG Ober-/Unterhausen, arbeiteten Leibssle und Neubrander bereits in jungen Jahren zusammen. „Der Kontakt ist nie abgebrochen“, so Leibssle, „umso mehr hat mich ihre Zusage begeistert.“

Auch Sarah Neubrander freut sich auf ihre neue Rolle bei den Kuties: „Ich glaube, ich kann der Mannschaft auf den unterschiedlichsten Ebenen weiterhelfen.“ Inhaltlich wird sie das Gäu-Team im athletischen Bereich fit machen. Als studierte Sportfachkraft für Prävention und Gesundheitsmanagement bringt sie fachlich einen neuen Impuls in den Trainingsbetrieb ein. „Das hat für uns einen enormen Vorteil“, weiß Mike Leibssle, „es ist noch zu klären, welche Umfänge Sarah tatsächlich leisten kann, aber ein Großteil davon soll abgedeckt werden.“ Außerdem kann sie zwischenmenschlich eine große Stütze für das Team sein. „Ich glaube, ich kann die Mädels sehr gut einschätzen und verstehe, was innerhalb eines Mannschaftsgefüges passiert. Diese Erfahrungen möchte ich einbringen“, so Neubrander.

Mit Buchholz 08-Rosengarten und Halle-Neustadt gibt es zwei Aufsteiger

Wann das neue Trainer-Team mit den Kuties in die kommende Saison startet, steht aktuell noch nicht fest. Sicher ist jedoch seit dieser Woche die Wertung der Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) für die Saison 2019/2020. Es wird in der kommenden Runde keine Aufsteiger aus der 3. Liga in die 2. Bundesliga geben. Aus dem Unterhaus steigen der Erstplatzierte HL Buchholz 08-Rosengarten sowie der sich auf dem Relegationsplatz befindliche Tabellenzweite SV Union Halle-Neustadt in die 1. Bundesliga auf. Da es keine Absteiger gibt, wird die 1. Liga für die Saison 2020/21 von bisher 14 auf 16 Teams aufgestockt, die 2. Bundesliga besteht in der kommenden Spielzeit aus 14 Mannschaften. Im Gegensatz zu der Handball-Bundesliga der Männer wird in der HBF kein Meistertitel vergeben. „Dadurch, dass es keine Aufsteiger gibt, wird unsere Liga noch ausgeglichener sein“, erwartet Mike Leibssle.

Regelungen und Wertung der HBF-Saison 2019/20

Seit dem 18. März 2020 steht offiziell fest, dass die Meisterschaftsrunde 2019/20 der 1. und 2. Liga der Handball Bundesliga Frauen (HBF) abgebrochen und damit nicht zu Ende gespielt wird. Bereits bekannt war, dass es keine sportlichen Absteiger aus den beiden Ligen geben wird. Auf Grundlage des Bundesratsbeschlusses des Deutschen Handballbundes (DHB), s. Pressemeldung vom 17. April, hat die HBF nun Entscheidungen zur Wertung der abgebrochenen Saison getroffen sowie die damit verbundenen Regelungen für die kommende Spielzeit aufgestellt.

Zur Ermittlung der Tabellenplatzierungen wird dabei die Abbruchtabelle (Stand 12.03.) unter zu Hilfenahme der Quotientenregelung (Pluspunkte geteilt durch Anzahl der Spiele mal 100) herangezogen. Alle Entscheidungen wurden vom dafür zuständigen Gremium bestehend aus dem HBF-Vorstand und der Spielleitenden Stelle getroffen. Mitglieder des Vorstandes waren bei Entscheidungen, die ihren eigenen Verein direkt oder indirekt betreffen, von der Stimmabgabe ausgeschlossen. 

Aufstieg in die 2. bzw. 1. Bundesliga 

Da bis zum Fristende am 15. April um 18 Uhr keine Lizenzanträge von Drittligisten bei der HBF eingegangen sind, wird es in der kommenden Saison keine Aufsteiger aus der 3. Liga in die 2. Bundesliga geben. Andernfalls hätte die HBF, wie im Grundlagenvertrag mit dem Deutschen Handballbund (DHB) vereinbart, bis zu drei Aufsteiger in die 2. Bundesliga aufgenommen. 

Aus der 2. Bundesliga steigen der Erstplatzierte HL Buchholz 08-Rosengarten sowie der sich auf dem Relegationsplatz befindliche Tabellenzweite SV Union Halle-Neustadt in die 1. Bundesliga auf. Die Entscheidungen gelten vorbehaltlich der für Mitte Mai vorgesehenen Lizenzentscheidungen. Nachrücker wäre der Tabellendritte BSV Sachsen Zwickau. 

Da es keine Absteiger gibt, wird die 1. Bundesliga für die Saison 2020/21 von bisher 14 auf 16 Teams aufgestockt, die 2. Bundesliga besteht in der kommenden Spielzeit aus 14 Mannschaften. Die Abstiegsregelungen für die kommende Saison werden so getroffen, dass ab der darauffolgenden Saison 2021/22 die ursprünglichen Ligastärken wieder erreicht werden (1. BL 14 / 2. BL 16). 

Internationale Startplätze 

Für die Champions-League-Saison 2020/21 wird gemäß der Abbruchtabelle Tabellenführer Borussia Dortmund gemeldet. Die HBF wird sich außerdem um eine Wildcard für den Zweitplatzierten SG BBM Bietigheim bei der Europäischen Handball Föderation (EHF) bewerben. 

Für die European Handball League (EHL, ehemals EHF-Cup) 2020/21 werden die SG BBM Bietigheim und TuS Metzingen gemeldet. Sofern der weitere zur Verfügung stehende Startplatz nicht über den DHB-Pokal 2020 ermittelt werden kann, rückt der Tabellenvierte HSG Blomberg-Lippe nach. 

Die HBF wird darüber hinaus bei der EHF einen zusätzlichen Startplatz für die European Handball League beantragen, dies für den Tabellenfünften Thüringer HC (sofern kein Startplatz über den DHB-Pokal 2020 ermittelt werden kann). 

Meisterfrage 

In der Saison 2019/20 wird kein Deutscher Meistertitel vergeben. Maßgeblich für diese Entscheidung war, dass zum Zeitpunkt des Abbruchs noch fast ein Drittel der Saison zu spielen war und u. a. auch das direkte Duell zwischen dem Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim und Tabellenführer Borussia Dortmund in der MHP-Arena Ludwigsburg ausstand. 

Analog zu dieser Entscheidung wird auch in der 2. Bundesliga kein Meistertitel vergeben. 

DHB-Pokal / OLYMP Final4 2020 

Für die Endrunde um den DHB-Pokal, das OLYMP Final4, wird aktuell eine Verlegung in die zweite Jahreshälfte geprüft. Bereits erworbene Tickets behalten weiterhin ihre Gültigkeit. 

DHB-Pokal 2020/21 

Die Handball Bundesliga Frauen wird den DHB-Pokal 2020/21 ausschließlich mit Mannschaften aus dem Bereich der HBF durchführen. Über den genauen Modus wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Der Termin für das OLYMP Final4 2021 steht bereits fest (15. und 16. Mai 2021, Porsche-Arena Stuttgart). 

Zuvor wurde gemäß der Beschlussvorlage des Deutschen Handballbundes (DHB) für den Bundesrat geregelt, dass der DHB-Pokal für die Saison 2020/21 in seiner ursprünglichen Form (mit Pokalsiegern der Landesverbände) ausgesetzt wird, die Ligaverbände jedoch einen entsprechenden Wettbewerb um den DHB-Pokal ausrichten können.

http://www.hbf-info.de/o.red.r/news.php?id=39939&geschlecht=w

Wir – Ihr – Gemeinsam: SG H2Ku Herrenberg

Gemeinsam die Herausforderungen meistern

Die gesamte Gesellschaft steht momentan vor gewaltigen Herausforderungen. Niemand kann sich dem entziehen. Auch unsere verlässlichen Sponsoren und Förderer haben mit den wirtschaftlichen Folgen der momentanen Corona-Krise zu kämpfen. 

Wir als SG H2Ku Herrenberg möchten einen, wenn auch kleinen, Beitrag für unseren treuen Sponsorenkreis leisten. Ab sofort veröffentlichen wir an dieser Stelle Neuigkeiten, Aktionen oder auch temporäre Geschäftsmodelle unserer Partner. Diese Plattform soll unseren Sponsoren die Möglichkeit bieten, einen noch größeren Kreis von Interessenten zu erreichen.

Die Informationen werden natürlich ständig aktualisiert.

Wir tun dies gerne und sind uns sicher, dass unsere Partnerschaft mit all unseren Förderern und Sponsoren auch in Zukunft mit dem bisherigen beiderseitigen Vertrauen weiterhin erfolgreich bestehen bleibt.

Wir – Ihr – Gemeinsam, die SG H2Ku Herrenberg

Deutsche Vermögensberatung Lars Bartl und Ulrich NeubranderWas gilt es in beim Thema Finanzen gerade jetzt unbedingt zu beachten? Was wird sich in naher Zukunft ändern? Wir helfen Ihnen gerne bei der Beantwortung all Ihrer Fragen. Bleiben Sie gesund, wir freuen uns auf Sie! Lars Bartl und Ulrich Neubrander sind für Sie da.

Hochdorfer Kronenbrauerei: Unser langjähriger Partner steht weiter als Versorger für die regionalen Getränke- und Einkaufsmärkte bereit. Jetzt auch mit aktuellem Video.

Graf Wohnbau: Die Graf Wohnbau GmbH ist auch in diesen schwierigen Zeiten für Sie da. Wir beraten Sie gerne weiterhin unter 07032-93620. BLEIBEN SIE GESUND

2K Maler + MarkiererGmbH: Ob Industrie, Ladenbau oder Privatwohnungen: Die 2K Maler und Markierer sind überall mit hervorragender Qualität für Sie da.

SAM Steuerberatungsgesellschaft: Egal, wie sich Ihr Anliegen gestalten sollte, in Sachen Steuerrecht und -beratung sind Sie bei der SAM in guten Händen.

Ford Autohaus NeufferIhr kompetenter Ford-Händler aus Herrenberg hat wieder für Sie in vollem Umfang geöffnet.

Kreiszeitung Böblinger Bote:Gerade jetzt wichtig: Seriöse Informationen liefert Ihnen täglich die Kreiszeitung Böblingen. Jetzt auch mit besonderen Abo-Aktionen.

Hydrobar Hydraulik und Pneumatik GmbH: Entspannt mit Druck umgehen – unter diesem Motto freut sich auch weiterhin unser langjähriger Partner auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.

Angels Jeans NagoldDer Bekleidungsspezialist steht Ihnen weiterhin in vollem Umfang zur Verfügung. Natürlich auch mit umfangreicher Beratung.

Jettinger Therapiezentrum JETT:Z: Das Gesundheitsteam um Holger Schulz ist auch auch aktuell für Sie da. Bitte beachten Sie die momentan geändertten Öffnungszeiten.

Greiner-Brodbecks Schlafwelt : Der Fachhändler für gesundes Schlafen hat ab sofort wieder für Sie in Nufringen geöffnet.

Autohaus Hämmerle: Ihr Autohaus in Haslach ist weiterhin mit dem kompletten Service für Sie vor Ort.

Änderungsschneiderei Ute Blank:Ihr Ansprechpartner in Sachen Maßschneiderei hat ab sofort wieder für Sie geöffnet

Allianz Generalvertretung Frank KatzIch Versicherer ist auch jetzt für Sie da. Natürlich mit dem gewohnten Schadenservice, aber auch mit kompetenter Online-Beratung.

ARAMIS Sport- und Tagungshotel: Unser Partner für Fitness und Gesundheit bietet für Geschäftskunden weiterhin einen Hotelbetrieb an. Das Restaurant bietet einen Abholservican.

Zimmerei Brodbeck: Unser Betrieb läuft! Unter diesem Motto freut sich die Zimmerei Brodbeck aus Nufringen auch im 30. Jahr ihres Bestehens auf Ihren Besuch.

Getränke Holz / Alte Brennerei:Natürlich steht Ihnen auch in schwierigen Zeiten der Getränkehandel Holz und das Weinhaus Alte Brennerei zur Seite. Natürlich auch mit Lieferservice.

Bäckerei Wunschik:Frische und leckere Backwaren gibt es in den Filialen von „Wuschels Backstub“ schon seit vielen Jahren – deshalb natürlich auch jetzt. Probieren Sie einfach.

Rechtsanwälte Vogelmann und KollegenDie Herrenberger Rechtsanwaltskanzlei ist natürlich auch in Krisenzeiten für Sie da.

Creditreform Stuttgart: Unser Partner unterstützt die Unternehmen der Region bei der Sicherstellung ihrer Liquidität mit flexiblen und kreativen Lösungen im Risiko- Forderungsmanagement bis hin zum Factoring, um den Domino-Effekt aus Zahlungsverzug und Zahlungsausfällen zu vermeiden.

Orthopädie Klaus Stucke: Das Orthopädie-Fachgeschäft ist auch jetzt und weiterhin für Sie da. Auch telefonisch unter 07032 6307.

RS Autovermietung. Nutzen Sie für Ihre Fahrten doch die fairen und umfangreichen Mietangebote der RS Autovermietung.

proWIN Schaefer GbR: Evelyne Schäfer bietet unter anderem Desinfektionsmittel im Vertrieb an. Die Hauspartys werden momentan natürlich auch online durchgeführt.

GACK Wohnwelt: Das kompetente Unternehmen für Möbel, Fach- und Stilberatung ist natürlich auch jetzt für Sie da.

Stadtwerke Herrenberg: Wir freuen uns, dass die Stadtwerke Herrenberg die Zusammenarbeit mit der SG H2Ku Herrenberg jüngst verlängert haben. Ein ganzes starkes Signal in der jetzigen Zeit!

Autohaus Weeber: Mit einem geöffneten Werkstattservice und dem Autohandel online, per E- mail und telefonisch versorgt Sie weiterhin das Autohaus Weeber. Auch ein Hol- und Bringservice gibt es im Angebot.

TEXMA Textilmarketing: Unser langjähriger Partner mit Geschäftsführer Herbert Bökle geht nun mit einen Onlineshop an den Start. Im virtuellen Geschäft, welches kontinuierlich erweitert wird, können die Kunden nach Herzenslust stöbern.

Gasthaus Lamm Herrenberg: Gut essen und trinken kann man weiterhin bei Familie Mezger. Das Speisenangebot gibt es jetzt auch zum Mitnehmen und als Lieferservice. Unbedingt ausprobieren!

Gasthof Hasen Herrenberg: Die Familie Nölly vom Gasthof Hasen hat ein umfangreiches Angebot für Sie parat. Ob fertige Mahlzeiten oder vorgefertigte Zutaten für Spiesen zum selber kochen – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Hald & Grunewald Herrenberg: Mit einer besonderen Aktion wartet unser Partner Hald & Grunewald auf. Im Zuge der Corona-Krise können Unternehmen aus Einzelhandel und Gastronomie Elektrofahrzeuge mieten, bei Bedarf auch mit Fahrer.

… wird fortgeführt …

Dorá Elbert verlängert bei der SG H2Ku Herrenberg

Die Torhüterin will in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen endlich ihr volles Potential ausschöpfen

Bleibt der SG H2Ku erhalten: Kommende Saison will Dorá Elbert konstantere Leistungen abrufen Foto: Wolfgang Frank/Eibner

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Die Verantwortlichen von den Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg haben die letzte Personalentscheidung für die kommende Saison bekanntgegeben. Mit der Verlängerung von Dorá Elbert sind die Planungen vorerst abgeschlossen. Die junge Torhüterin ist schlussendlich die elfte Spielerin, die ihren Vertrag im Gäu verlängert und weiterhin ein Gespann mit Laura Waldenmaier im Gehäuse der Kuties bildet. Lediglich einen externen Neuzugang haben die Herrenbergerinnen mit Annika Blanke zu verzeichnen. „So können wir kontinuierlich weiterarbeiten“, freut sich Trainer Mike Leibssle. „Dass wir mit Dorá ein waschechtes Eigengewächs halten können, ist eine tolle Sache.“

Die vorangegangene Saison war für die 23-Jährige selbst eine Berg- und Talfahrt. Im September 2019 begann sie eine Ausbildung bei der Polizei und absolvierte ihr erstes Jahr an der Hochschule in Lahr. „Ich konnte nur einmal die Woche am Mannschaftstraining teilnehmen“, ärgert sich Elbert rückblickend über das Pendeln, „das hat sich natürlich in meiner Leistung bemerkbar gemacht.“ Auch ihr Coach weiß, welchen Aufwand die Torfrau über Monate betrieben hat: „Das war sicherlich keine einfache Situation für sie, aber nun kann sie wieder komplett am Trainingsbetrieb teilnehmen.“ Derzeit durchläuft sie ein Praktikum bei der Polizei in Herrenberg, ab Oktober geht das Studium in Villingen weiter. „Wenn Dorá voll trainiert, kann sie sicherlich ihr volles Potential ausschöpfen“, weiß Mike Leibssle.

Innerhalb des Torhütergespanns beginnt der Kampf um die Position der Nummer eins wieder von vorn. „Beide müssen sich beweisen“, fordert Leibssle. Er wird gemeinsam mit Jochen Neutz basierend auf den Trainingsleistungen über die Einsätze entscheiden.

Elbert, die alle Jugendmannschaften der SG H2Ku durchlaufen hat, gibt sich durchaus selbstbewusst: „Ich möchte endlich zeigen, was ich kann.“ Allgemein glaubt sie an eine Steigerung innerhalb des gesamten Teams. „Wir können sicherlich mehr herausholen als Platz zehn.“

Die kommende Saison ist für alle Beteiligten aktuell dennoch in weiter Ferne. Wann der Trainings- und Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, steht aktuell in den Sternen. „Aber wir hoffen, alle bald wieder gemeinsam in die Halle gehen zu können“, so Dorá Elbert.

SG H2Ku Herrenberg verpflichtet Annika Blanke

2. Handball-Bundesliga Frauen: Die 26-jährige Rückraumspielerin kommt von Frisch Auf Göppingen

Eine wurfgewaltige Waffe im Rückraum: Annika Blanke wechselt von Göppingen nach Herrenberg Foto: Schmid/Eibner

Artikel vom 07. April 2020

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Die aktuelle Spielzeit in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen wurde zwar abgebrochen, doch hinter den Kulissen laufen die Planungen für die kommende Saison in Herrenberg auf Hochtouren. Zwischen allen wirtschaftlichen Notlösungskonzepten vermelden die Verantwortlichen der SG H2Ku den ersten externen Neuzugang. Von Frisch Auf Göppingen wechselt Rückraumspielerin Annika Blanke aus der ersten Liga zu den Kuties.

Ein wahrer Transfercoup für Trainer Mike Leibssle: „Annika ist eine komplette Erstliga-Spielerin, die schon über viele Jahre ihre Leistungsfähigkeit im Oberhaus unter Beweis gestellt hat.“

Der Reutlinger selbst kennt die 26-Jährige bereits aus gemeinsamen Zeiten. Beim TV Nellingen war er in der 3. Liga und der A-Jugend-Bundesliga ihr Trainer, ebenfalls mit von der Partie war damals Tim Güthoff, derzeit Co-Trainer der Kuties. „Seither hat sie eine beeindruckende Entwicklung genommen“, hat Leibssle aus der Ferne beobachtet. 2018 wechselte sie von den Fildern zu den Göppinger Frauen, mit denen sie diese Runde vorzeitig auf Rang elf beendete. 62 Tore erzielte Annika Blanke bis zum Saisonabbruch, kam im Schnitt auf 3,6 Treffer pro Partie.

Polizei-Ausbildung macht Wechsel ins Gäu möglich

Gerne wäre sie weiterhin in der 1. Bundesliga aktiv gewesen, doch ihre Ausbildung bei der Polizei zwingt sie zu einer Veränderung. „Annika muss ihr zweites Ausbildungsjahr in Villingen-Schwenningen absolvieren, da liegt Herrenberg einfach näher“, so Leibssle, „dennoch freut sie sich auf die neuen Aufgaben bei uns.“ Für den Coach ist die 1,73 Meter große Rückraum-Schützin eine echte Allzweckwaffe. „Mit ihr bekommen wir eine wurfgewaltige, athletische Spielerin für den Rückraum, die gleichzeitig im Mittelblock einsetzbar ist“, weiß Mike Leibssle.

„Ich freue mich, dass ich mit Herrenberg einen Verein gefunden habe, mit dem ich Studium und Handball unter einen Hut bringen kann“, sagt Annika Blanke selbst. Zudem trifft sie mit Stephanie Schoeneberg auf eine alte Bekannte am Kreis. „Auch davon können wir unheimlich profitieren“, hofft Leibssle. „Sie kann unserem Spiel noch einmal ein anderes Gesicht geben.“

Blanke ersetzt damit Sarka Marcikova, die im Gegenzug in die Hohenstaufenstadt wechselt. Damit sind die Personalplanungen der Kuties weitgehend abgeschlossen, lediglich im Tor steht noch ein Fragezeichen. „Aber auch dort werden wir in den nächsten Tagen Vollzug melden können“, lässt Leibssle durchblicken. Mit seinen Spielerinnen steht er aktuell nur telefonisch in Kontakt. „Doch alle halten sich individuell fit, damit können wir irgendwann auch sportlich in die neue Saison starten.“

Trotz der aktuell schwierigen Umstände freut sich auch die 26-Jährige darauf, dass es endlich wieder losgeht. „Ich freue mich schon wahnsinnig darauf, wieder die Sportschuhe anziehen und Handball spielen zu dürfen.“