SG H2Ku Herrenberg weiter in der Abwärtsspirale

2. Handball-Bundesliga Frauen: 28:34 gegen Nord Harrislee verloren

Aylin Bok (mit Ball) wird von „Nordfrau“ Hanna Klingenberg in die Mangel genommen: Die Kuties kommen derzeit einfach nicht vom Fleck Foto: Frank/Eibner

Artikel vom 19. Januar 2020, Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg konnten ihren Abwärtstrend auch in eigener Halle nicht stoppen. Gegen den TSV Nord Harrislee verloren sie deutlich mit 28:34 und haben damit aus den letzten sechs Partien nur einen Punkt geholt. „Das ist natürlich alles andere als zufriedenstellend“, meinte ein sichtlich frustrierter Trainer Mike Leibssle, „ab jetzt ist jedes Spiel wichtig.“

Zu Beginn entwickelte sich vor knapp 350 Zuschauern in der Markweghalle eine ausgeglichene und temporeiche Partie. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, wobei sich die Kuties nach knapp zehn Minuten auf 7:5 durch den Treffer von Szimonetta Toepelt-Gera absetzen konnten. „Diesen Vorsprung hatten wir auch Dora Elbert im Tor zu verdanken“, war Leibssle bis dahin noch zufrieden, „im Anschluss haben wir es aber verpasst, uns noch höher abzusetzen.“

Einmal mehr produzierte die SG H2Ku im Angriff zu viele leichte Ballverluste und lud die Gäste aus dem Norden ein ums andere Mal zu einfachen Toren ein. „Uns haben die vielen individuellen Fehler aus dem Tritt gebracht“, haderte Leibssle mit den missglückten Aktionen seiner Schützlinge, die sich über die komplette Spielzeit einschlichen. Die Unsicherheit war im Anschluss auch in der Abwehr zu spüren, doch Herrenberg rettete die Ein-Tore-Führung in die Halbzeit (15:14).

Nach dem Wiederanpfiff blieben die Gastgeberinnen bis zum 19:19 von Aylin Bok (37.) an den Gästen dran. Dann der Knackpunkt: Drei haarsträubende Fehler im Angriff münzte der TSV postwendend in einen 4:0-Lauf um. Da half auch eine zwischenzeitliche Auszeit von Mike Leibssle nicht. Die Nordfrauen kontrollierten fortan das Geschehen und blieben konstant mit vier Toren in Führung. Auch eine doppelte Überzahl konnten die Hausherrinnen nicht nutzen. Ganz im Gegenteil, in dieser Phase kassierten sie sogar noch einen Gegentreffer zum 22:26 (48.). „Der TSV musste nicht viel für seine Tore investieren, wir haben es ihm auch in der Abwehr zu einfach gemacht“, so Leibssle.

Am Ende stand die deutliche 28:34-Heimniederlage auf der Anzeigetafel, die bei allen Beteiligten einen faden Beigeschmack hinterlässt. „Wir können die Leistungen in den vergangenen Wochen nicht akzeptieren“, stellte der H2Ku-Trainer klar. Zwar stehen die Kuties weiterhin auf Rang zehn, müssen sich aber erstmal nach unten orientieren. Am Freitag treten sie im Württemberg-Derby beim Vierten in Waiblingen an. „Ab jetzt gelten keine Ausreden mehr“, erwartet Leibssle dann eine Reaktion seiner Mannschaft.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg, Bissel (1), Tuc (4), Bok (1), Zilinskaite, Foth (9/davon 6 Siebenmeter), Toepelt-Gera (4), Bühler, Neubrander (2), Hiller (1), Marcikova (2/1), Beddies (4).

Unnötige Pleite der SG H2Ku II nach starkem Start

Artikel vom 21. Januar 2020, Kreiszeitung Böblinger Bote, von Vanessa Frey

HERRENBERG. „Das hätte nicht sein müssen – nein, gar nicht sein dürfen“, war Hubert Holzner nach der 22:23-Niederlage der SG H2Ku Herrenberg II beim VfL Pfullingen in der Handball-Württembergliga der Frauen bedient. Der Team-Manager sah einen dominanten Start, doch im weiteren Verlauf verlor das Team von Trainer Georg Lorch komplett den Faden. „Von da an liefen wir nur noch einem Rückstand hinterher, der VfL hatte das Spiel in der Hand. „

Zunächst wurde die SG II ihrer Favoritenrolle vor knapp 100 Zuschauern in der Kurt-App-Halle gerecht. Michelle Wunschik erzielte das 6:0 für die Gäste (13.). Pfullingens Beste, Lydia Junger, brachte den VfL jedoch wieder heran, fünf ihrer insgesamt neun Treffer erzielte die Rückraumspielerin in den ersten 30 Minuten. Mit ratlosen Gesichtern auf Herrenberger Seite ging es beim Stand von 11:11 in die Halbzeitpause. Nach dem Wiederanpfiff wurde es für H2Ku II gar noch schlimmer, in der 42. Minute lag man plötzlich mit 13:18 im Hintertreffen. Im Angriff lief nichts mehr zusammen. Fehlwürfe, vergebene Siebenmeter, und auch Würfe auf das leere Tor gingen daneben.

„Mental war es für uns unheimlich schwer“, berichtete Holzner, „aber die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben und kam nochmal heran.“ Zweimal Katrin Friedrich und ein Treffer von Sandra Kußmaul egalisierten fünf Minuten vor dem Ende zum 21:21. In einer hitzigen Schlussphase mussten sich die kleinen Kuties dennoch mit 22:23 geschlagen geben. Nach der Niederlage steht die SG II weiterhin auf Rang vier. Kommenden Samstag ist der Tabellenführer aus Hohenacker-Neustadt zu Gast in der Markweghalle. „Da gilt es dann, eine Trotzreaktion zu zeigen“.

SG H2Ku Herrenberg II: Holzner, Göhlich; Gramer, Aksoy, Kappus (3/davon 1 Siebenmeter), Kühnel (1), Kußmaul (5), Wunschik (7/1), Clemence, Maushart, Brand, Nüßle, Friedrich (6).

Schwankungen sind bei den Kuties diesmal verboten

Artikel vom 18. Januar 2020 – 06:59

HERRENBERG (vf). Nach dem unbefriedigenden Remis beim Schlusslicht der 2. Bundesliga in Solingen, sind die Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg am Samstagabend (19.30 Uhr) in der Markweghalle auf Wiedergutmachung aus. Zum Abschluss der Hinrunde ist der Tabellensiebte aus Nord Harrislee der Gegner. Nachdem die Gäste aus dem hohen Norden zu Beginn der Saison für einige Überraschungen auf den vorderen Rängen sorgten, hat sich die Mannschaft von Trainer Herluf „Shorty“ Linde im Mittelfeld der Liga etabliert.

„Natürlich erwarten wir einen starken Gegner, aber wir wollen dieses Spiel nutzen, um uns auf uns selbst zu konzentrieren“, erklärt Kuties-Coach Mike Leibssle. Die Videoaufarbeitung des vergangenen Wochenendes fiel im H2Ku-Lager ernüchternd aus. „Die Hauptfehlerquelle liegt schlichtweg bei uns“, bilanziert Leibssle. Aus den zurückliegenden fünf Partien holte die Gäu-Sieben lediglich einen Punkt und ist auf Platz zehn abgerutscht. „Das ist nicht unser Anspruch. Wir müssen es schaffen, wieder zu unserem Spiel zurückzufinden.“

Gegen die selbsternannten „Nordfrauen“ fordert der Reutlinger, dass seine Schützlinge eine ordentliche Leistung ohne jegliche Schwankungen über die gesamte Spielzeit auf das Parkett bringen. „Das muss das Bestreben aller sein“, redet er nicht um den heißen Brei herum. „Der TSV verfügt über eine kollektiv gute Mannschaft mit einem starken Rückraum, zudem kommt er mit viel Tempo aus der eigenen Hälfte, das gilt es zu unterbinden.“ Sowohl TuS Lintfort als auch die SG 09 Kirchhof haben zuletzt die Qualitäten der Nordfrauen zu spüren bekommen. Mit Merle Carstensen und Janne-Lotta Woch gehören gleich zwei Spielerinnen des TSV zu den besten zehn Torschützinnen der 2. Liga. Kutie Lea Neubrander belegt in dieser Statistik aktuell Rang zwei. „Wir müssen ein gutes Rückzugsverhalten an den Tag legen“, verlangt Mike Leibssle, der auf einen vollen Kader zurückgreifen kann, „dazu gehört auch, dass wir im Angriff keine leichten Fehler produzieren, um die erste und zweite Welle von Nord Harrislee zu unterbinden.“

Bonbon für Handballfans: EM-Spiel gegen Kroatien wird übertragen

Auch von der Hauptrunde der Handball-EM werden die Zuschauer in der Markweghalle nichts verpassen: Das Spiel der Deutschen gegen Kroatien um 20.30 Uhr wird live in der Mensa übertragen.

Schockstarre nach übler Verletzung von Britta Meyer noch überwunden

Artikel vom 13. Januar 2020, Kreiszeitung Böblinger Bote

HERRENBERG (vf). Die Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg II haben das erste Punktspiel des neuen Jahres gewonnen und bleiben somit an der Spitzengruppe in der Württembergliga dran. Bei der SG BBM Bietigheim III setzte sich die Zweitligareserve nach einer umkämpften Partie mit 22:19 durch.

Dabei trübte die schwere Verletzung von Linkshänderin Britta Meyer die Freude über den Auswärtssieg. Nach knapp 15 Minuten beim Stand von 4:4 riss sich die bis dato erfolgreichste Spielerin der Saison ohne Fremdeinwirkung die Achillessehne und wird dem Team monatelang fehlen. „Der Schock saß bei den Mädels natürlich tief“, berichtet Team-Manager Hubert Holzner von der minutenlangen Verletzungsunterbrechung in der Sporthalle am Viadukt. Die Schockstarre ermöglichte den Gastgeberinnen, sich etwas abzusetzen, und als Kreisläuferin Susanne Maushart zudem noch die Rote Karte sah (18.), waren die Herrenbergerinnen vollends verunsichert. Doch ihr Teamgeist bestach, und die Gäu-Sieben schaffte nach einem großen kämpferischen Aufbäumen in der 23. Minute den Ausgleich durch Katrin Friedrich zum 9:9. Ina Kühnel und Selina Schwarzbach warfen für ihre Farben im Anschluss noch den 12:10-Halbzeitstand heraus.

Nach Wiederanpfiff blieb die SG H2Ku II weiterhin in Führung, verpasste es dennoch, sich weiter vom Tabellenachten abzusetzen. Ausschlaggebend war in Hälfte zwei dann die Qualität in der Breite des Kaders und Torhüterin Sophia Holzner in Topform. Beim 21:18 durch die starke Katrin Friedrich drei Minuten vor dem Ende war die Messe vollends gelesen.

Nach dem 22:19-Auswärtssieg stehen die Gäu-Handballerinnen weiterhin auf Rang vier in der Tabelle, die Qualifikation für die eingleisige Württembergliga scheint somit so gut wie sicher zu sein. Am kommenden Sonntag müssen sie zum nächsten Spiel in der Fremde beim VfL Pfullingen antreten. „Bis dahin gilt es, den Ausfall von Britta zu verarbeiten“, blickt Hubert Holzner voraus, „zum Glück wird Sandra Kußmaul dann für uns spielberichtigt sein, das wird uns enorm weiterhelfen“. Anpfiff ist um 17 Uhr in der Kurt-App-Halle in Pfullingen.

SG H2Ku Herrenberg II: Holzner, Pugar; Gramer (1), Aksoy (4), Kappus (2/davon 1 Siebenmeter), Kühnel (4), Meyer, Wunschik (3), Schwarzbach (1), Maushart, Brand (2), Nüßle, Friedrich (5).

Auch beim Schlusslicht gelingt der SG H2Ku nur ein Unentschieden

Wenigstens noch einen Punkt gerettet: Marie-Christin Beddies traf zum 30:30-Endstand der SG H2Ku Herrenberg in Solingen Foto: TBaur/Eibner

Artikel vom 12. Januar 2020, Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Das lief erneut nicht nach Plan: Die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg spielten beim Aufsteiger und Tabellenletzten HSV Solingen-Gräfrath nur 30:30 (15:13). Schon vor der Partie hatte Trainer Mike Leibssle vor den Qualitäten des HSV gewarnt – und er sollte Recht behalten. Seine Mannschaft lag Mitte der zweiten Halbzeit sogar mit sieben Tore in Rückstand. „Zu diesem Zeitpunkt habe ich nicht mehr geglaubt, dass da noch was zu holen ist“, konnte Leibssle mit dem Punktgewinn zufrieden sein.

Größtes Manko der Kuties war erneut die hohe Zahl an Gegentoren. „Dabei hatten wir uns nach der Leistung in Leipzig etwas ganz anderes vorgenommen“, haderte der Coach. Gleich zu Beginn kamen die Herrenbergerinnen vor 100 Zuschauern in der Klingenhalle stark in Bredouille, nachdem Lea Neubrander 42 Sekunden nach Anpfiff eine Zeitstrafe kassierte. Prompt lagen die Kuties mit 0:3 zurück. „So startet man natürlich nicht“, kritisierte Leibssle, „das spielte dem Gegner von Beginn an in die Karten.“ Nach zwölf Minuten, beim Stand von 7:4 für die Gastgeberinnen, versuchte der Kommandogeber zu intervenieren und nahm eine erste Auszeit. „Wir haben vorne viel zu überhastet abgeschlossen“, schilderte er, „zudem hat die Abstimmung in der Abwehr nicht gepasst.“ Das Time-out fruchtete zunächst, und Kerstin Foth glich in der 20. Minute erstmals für die SG zum 10:10 aus. Eine doppelte Zeitstrafe gegen Herrenberg ermöglichte es dem Tabellenletzten aber, sich nochmals abzusetzen, so ging es beim 13:15 aus Sicht der Gäste in die Halbzeit.

„15 Gegentore in einer Hälfte sind für unsere Ansprüche viel zu viel, deshalb wurde dieses Thema in der Kabine intensiv besprochen“, ließ Leibssle durchblicken. Wirklich umsetzten konnte dies seine Mannschaft aber nicht, denn sechs Minuten nach Wiederanpfiff geriet H2Ku mit fünf Toren in Rückstand. „Die Tore fielen bei Solingen im Kollektiv, wir haben komplett die Absprache in der Defensive vermissen lassen.“ Beim 26:19 durch Solingens Mandy Reinarz schien die Partie schon gelaufen.

Beeindruckende Aufholjagd nach dem 19:26 bringt fast noch den Sieg

Doch die SG meldete sich mit einer beeindruckenden Aufholjagd zurück. Ein 4:0-Lauf brachte das Gäu-Team auf 23:26 heran. Die Abwehr stabilisierte sich zunehmend, Solingen erzielte das letzte Feldtor in der 53. Minute. Mit abermals vier Treffern in Folge egalisierten die Kuties in der 56. Minute den Spielstand zum 28:28 durch Schoeneberg. „Lea Neubrander wurde in der Schlussphase kurz gedeckt, das hat die nötigen Räume für die anderen geschaffen, das war richtungsweisend“, so Leibssle. Marie-Christin Beddies markierte zwei Minuten vor dem Ende das 30:30, und nachdem die Kuties im darauffolgenden Angriff den Ball eroberten, hatten sie sogar noch die Chance auf den Sieg. „Dann wurde Lea im Eins-gegen-eins gefoult“, schilderte der H2Ku-Trainer, „den Siebenmeter hätte man geben können.“ Der Pfiff blieb aber aus, das 30:30 stand als Endresultat fest.

Damit bleibt die SG auf Rang zehn. Noch einmal deren Coach: „Wir werden das Spiel in der Videoanalyse aufarbeiten. Wir bekommen zu viele Gegentreffer, da müssen wir ansetzen.“ Zum Abschluss der Hinrunde empfangen die Herrenbergerinnen am Samstag den Siebten aus Nord Harrislee.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg (3), Bissel (2), Tuc (3), Bok (2), Zilinskaite, Foth (5/davon 3 Siebenmeter), Toepelt-Gera (3), Neubrander (5), Hiller (1), Marcikova (1), Beddies (5).

Handball-Frauen der SG H2Ku II erreichen Final Four im Pokal

Jetzt vielleicht sogar eine Bewerbung als Ausrichter

Von Beginn an mächtig Gas gegeben: Der Traum vom Pokaltriumph lebt bei den Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg II Foto: vf

Artikel vom 09. Januar 2020, Kreiszeitung Böblinger Bote, von Vanessa Frey

HERRENBERG (vf). Große Freude bei den Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg II: Sie haben souverän und deutlich mit 36:16 gegen den TSV Zizishausen im HVW-Pokal gewonnen und somit den Einzug ins Final Four geschafft. „Eine ganz tolle Sache, wir sind sehr stolz auf die Mädels“, sagt Team-Manager Hubert Holzner. „Theoretisch können wir uns jetzt für die Ausrichtung des Final Four bewerben, das müssen wir noch intern klären.“

In der Neckar-Sporthalle in Nürtingen gab H2Ku II von Beginn an mächtig Gas und lag nach einer Viertelstunde und einem Treffer von Sandra Kußmaul bereits mit 10:3 in Front. Die Kreisläuferin ist nach der Rückkehr aus dem Zweitliga-Team auch im anstehenden Liga-Alltag wieder für die SG II einsetzbar. „Ihre Präsenz tut uns natürlich sehr gut, das bringt nochmal einen Qualitätsschub“, so Holzner. So wog auch der Ausfall von Michelle Wunschik, die für den Pokalwettbewerb gesperrt ist, nicht allzu schwer. Zur Pause führte Herrenberg II gegen den Letzten der Württembergliga Süd bereits mit 16:6.

„Wir haben in der zweiten Hälfte ein gutes Niveau halten können, wobei wir mit einer höheren Gangart sicherlich auch die 40-Tore-Marke hätten knacken können“, fasst Holzner zusammen. Der 36:16-Endstand machte dennoch einen Klassenunterschied deutlich. Zudem trug sich jede Spielerin in die Torschützenliste ein.

In der Württembergliga Nord weiterhin Chancen auf die Spitze

In der Württembergliga Nord starten die kleinen Kuties am Samstag bei der SG BBM Bietigheim III ins neue Jahr. Das Team von Trainer Georg Lorch steht derzeit auf Rang vier und hat mit zwei Punkten Abstand auf Platz zwei weiter Chancen auf die Spitze. „Wir werden weiter alles geben, um das bestmögliche Ergebnis aus dieser Spielzeit herauszuholen.“ Anpfiff ist um 18 Uhr in der Sporthalle am Viadukt in Bietigheim-Bissingen.

SG H2Ku Herrenberg II: Holzner; Gramer (1), Aksoy (3), Kappus (4/davon 1 Siebenmeter), Kühnel (5), Meyer (3), Kußmaul (6), Clemence (4), Maushart (1), Brand (4), Nüßle (1), Friedrich (4).

Kuties erneut nicht sattelfest genug in der Abwehr

2. Handball-Bundesliga Frauen: SG H2Ku verliert in Leipzig 31:35

Vorne am Kreis durchaus auf der Höhe: Szimonetta Toepelt-Gera (Mitte) setzt sich gegen gleich drei Leipzigerinnen durch, der Schuh bei der SG H2Ku drückt aber in der Abwehr Foto: Kempner/Eibner

Artikel vom 06. Januar 2020 , Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Michael Schwartz

HERRENBERG. Der Auftakt ins neue Jahr verlief für die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg nicht gerade zufriedenstellend. Von der langen Fahrt zum HC Leipzig brachten sie eine 31:35-Niederlage mit. Wieder einmal war es die suboptimale Abwehrleistung, die am Ende das Pendel in die falsche Richtung ausschlagen ließ.

„31 erzielte Tore auswärts sind ein ordentlicher Wert“, merkte H2Ku-Trainer Mike Leibssle an. „Aber 35 Gegentreffer sind einfach zu viel. Wir müssen uns in der Defensive stabilisieren, damit wir so ein Spiel auch gewinnen.“ Er konnte seinem Team zwar nicht vorwerfen, dass es nicht alles versucht hätte, aber am Ende kam dabei nichts Zählbares heraus. „Man muss ja nur die Statistik anschauen“, bemühte der Coach die Zahlen. „Dort sieht man, dass wir von allen Teams die viertmeisten Gegentore kassieren. Wir müssen runterkommen von diesem Wert.“ Das Hauptaugenmerk werde also künftig weiterhin auf dem Einstudieren einer sattelfesten Abwehr liegen.

Wobei es natürlich nicht so ist, dass sich das die Kuties nicht auch für den Trip nach Sachsen vorgenommen hatten. Nur irgendwie ging das nach hinten los. Nach vier Minuten hatten die Gäste bereits vier Gelbe Karten angesammelt, in der ersten Halbzeit summierten sich die Zeitstrafen ebenfalls auf vier, beim Gegner war es nur eine. „Aus dieser Zeit in Unterzahl resultiert auch der 14:18-Rückstand zur Pause“, meinte Leibssle. Bis zum 6:6 blieben die Herrenbergerinnen dran, ließen sich auch nach dem folgenden 0:3-Lauf nicht abschütteln, verweilten jederzeit in Schlagdistanz.

Den Ausgleich zum 23:23 in bester Phase gleich wieder hergeschenkt

Nach dem Seitenwechsel hatte die SG schließlich ihre beste Phase. Stefanie Schoeneberg, Marie-Christine Beddies (2), Lea Neubrander (3), Szimonette Toepelt-Gera (2) und Sarka Marcikova brauchten gerade einmal zehn Minuten, um neun weitere Treffer zum 23:23-Ausgleich auf die Uhr zu bringen. „Eine couragierte Angriffsleistung“, lobte Mike Leibssle, schränkte jedoch gleich ein: „Aber mit individuellen Fehlern bringen wir uns selbst wieder aus dem Spiel.“

Nach dem 25:25 fabrizierten die H2Ku-Frauen technische Fehler, warfen den Ball zum Gegner oder ließen einige Freie ungenutzt. Die Folge: ein 0:6-Lauf zum 25:31 – die Vorentscheidung zugunsten von Leipzig. „Hier und da wäre sicherlich auch der eine oder andere Impuls mehr von den Torhüterinnen gut gewesen“, dachte der Gästetrainer laut nach. Durch Neubrander verkürzten die Kuties noch einmal auf 27:31 (52.), beim 30:33 von Toepelt-Gera (57.) waren es nur noch drei Treffer Unterschied, aber der heimische HC schaukelte die Partie schließlich souverän bis zum 35:31-Endstand nach Hause.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg (1), Bissel (1), Tuc (1), Bok, Zilinskaite, Foth (4/davon 1 Siebenmeter), Toepelt-Gera (5), Neubrander (12/2), Hiller (3/1), Marcikova, Beddies (4).

Kuties starten mit viel Tempo ins neue Jahr

Artikel vom 03. Januar 2020 – 14:00

Von Michael Schwartz

HERRENBERG. Seit 14. Dezember, als sie zu Hause 27:28 gegen TuS Lintfort verloren, hatten die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg spielfrei. Untätig waren sie freilich nicht. „Die Spielerinnen hatten individuelle Pläne zu bearbeiten“, lässt Trainer Mike Leibssle durchblicken, „sie sollten Kraft und Kondition trainieren, damit wir aus der Pause wieder gut rauskommen.“ Das wird am Sonntag (16 Uhr) zum Jahresauftakt beim HC Leipzig auch nötig sein.

Ins gemeinsame Training sind die Kuties wieder am 27. Dezember eingestiegen. Und das hochmotiviert, wie der Coach mit Freude feststellte: „Sie haben gleich gezeigt, dass sie ihre Aufgaben erledigt und jetzt Bock auf den Rest der Saison haben.“ Über den Jahreswechsel war noch einmal kurz frei, bevor Leibssle mit seiner Truppe ordentlich angezogen hat. Das hat natürlich einen Hintergrund: „Wir werden viel Wert auf Tempo legen.“

Das sei gegen den Aufsteiger auch nötig, denn dieser bezieht seine Stärke vor allem aus dem Kollektiv. „Man kann vor Leipzig nur warnen“, hebt Mike Leibssle den Zeigefinger. Der Neuling und Tabellennachbar schlage sich außerordentlich gut, habe bereits den einen oder anderen Achtungserfolg eingefahren. Was der H2Ku-Übungsleiter an den Zahlen ablesen kann: „Die Torgefahr verteilt sich auf viele Positionen, das heißt, wir können uns beim Verteidigen nicht nur auf eine konzentrieren.“ Allen voran treffen die Hummels-Schwestern Jacqueline (Rückraum) und Stefania (Kreis) recht häufig, „aber danach kommen viele weitere im hohen Torbereich“. Gleich im ersten Spiel 2020 wird also höchste Konzentration gefordert sein, um sich in der Tabelle weiter von den unteren Rängen absetzen zu können.

Bei diesem Unterfangen steht Mike Leibssle der komplette Kader zur Verfügung, alle sind verletzungsfrei und fit. Allerdings möchte Sandra Kussmaul auf eigenen Wunsch die Rückrunde in der zweiten SG-Mannschaft in der Württembergliga bestreiten. Ab dem 15. Januar ist sie dort spielberechtigt. „Ich finde es schade, aber ihre Gründe sind nachvollziehbar“, sagt Trainer Mike Leibssle, der dem internen Wechsel zugestimmt hat.

Der Vorbericht zu unserem Spiel beim HC Leipzig wird präsentiert von unserem Medienpartner, der Kreizeitung Böblinger Bote.

KLEINE KUTIES LASSEN DIE NÖTIGE AGGRESSIVITÄT VERMISSEN

Britta Meyer (SG H2Ku Herrenberg Kuties II #6) Handball,Frauen,Wuerttembergliga Nord,Ligaspiel,24.03.2018, Foto:TBaur/Eibner
Linkshänderin Britta Meyer: Bei ihrem Treffer zum 7:5 lief für die SG H2Ku Herrenberg II noch alles prima Foto: TBaur/Eibner/Archiv

Artikel vom 17. Dezember 2019, Kreiszeitung Böblinger 

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Das hatten sich im Lager der zweiten Frauenmannschaft der SG H2Ku Herrenberg alle ganz anders vorgestellt. Im Spitzenspiel der Württembergliga gegen die SF Schwaikheim setzte es eine bittere 23:26-Niederlage in der heimischen Markweghalle. Über weite Strecken lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, erst eine Schwächephase des Gäu-Teams Mitte der zweiten Halbzeit brachte die Vorentscheidung. „Wir haben einfach nicht die nötige Aggressivität sowohl in der Abwehr als auch im Angriff auf die Platte bringen können“, konstatierte Team-Manager Hubert Holzner.

In der Anfangsphase legte die Mannschaft von Trainer Georg Lorch zunächst gut los. Linkshänderin Britta Meyer erhöhte vor rund 100 Zuschauern zum 7:5 nach knapp zehn Minuten. Schwaikheims Beste, Annika Luckert, egalisierte jedoch postwendend zum 7:7. Insgesamt war die Halblinke ganze 13-mal erfolgreich und von der Herrenberger Abwehr kaum in den Griff zu bekommen. Bis zur Halbzeit hatten sich beide Teams aufeinander eingependelt und gingen beim Stand von 15:15 in die Halbzeit.

Die kleinen Kuties blieben nach Wiederanpfiff weiterhin an den Gästen dran und konnten den Spielstand ein ums andere Mal ausgleichen. Kapitänin Laureen Kappus verkürzte in der 44. Minute zum 20:21. Dann folgte der große Einbruch auf Seiten der SG H2Ku. Ganze zehn Minuten erzielte sie keinen Treffer mehr und scheiterte immer wieder vor dem Gehäuse der Gäste. Diese nutzten diese Schwächephase gnadenlos aus und zogen auf 23:20 davon.

Auch in den Schlussminuten zeigte sich keine Besserung, so stand am Ende eine bittere 23:26-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten aus Schwaikheim. Somit haben beide Mannschaften die Plätze getauscht, die SG II steht aktuell auf Rang vier in der Tabelle. Am 11. Januar geht es für die Zweitliga-Reserve in Bietigheim bei der dritten Mannschaft der SG BBM weiter.

SG H2Ku Herrenberg II: Holzner, Göhlich; Gramer (7/davon 5 Siebenmeter), Aksoy, Kappus (5/1), Kühnel (1), Meyer (6), Wunschik (1), Clemence, Schwarzbach (1), Maushart, Brand, Bühler, Friedrich (2).

https://www.krzbb.de/krz_56_111818932-13-_Kleine-Kuties-lassen-die-noetige-Aggressivitaet-vermissen-lassen.html

Kuties kassieren zum Jahresende eine ärgerliche Niederlage

Marie-Christine Beddies im Anflug aufs Lintforter Tor: Ihr Tor zum 26:26 kurz vor Schluss reichte nicht, um die Heimniederlage zu verhindern Foto: TBaur/Eibner

Artikel vom 15. Dezember 2019 , Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. „Diese Niederlage war einfach komplett unnötig“, ärgerte sich Trainer Mike Leibssle von den Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg nach der 27:28-Heimpleite gegen TuS Lintfort. Lange Zeit waren die Kuties mit dem Tabellensechsten aus dem Ruhrgebiet auf Augenhöhe, ehe ein 5:0-Lauf der Gäste in den Schlussminuten die Vorentscheidung brachte. Damit beenden die Herrenbergerinnen das Jahr auf Rang neun.

„Wir haben ordentlich begonnen“, betonte Leibssle, „die Einstellung und der nötige Kampfgeist haben gepasst.“ Dies stellten die Kuties in der ersten Viertelstunde vor knapp 400 Zuschauern in der Markweghalle auch eindrucksvoll unter Beweis. Der Ball lief über alle Positionen gut, die überragend aufspielende Aylin Bok am Kreis wurde immer wieder in Szene gesetzt und erhöhte in der 12. Minute auf 7:5. „Leider haben wir es zu diesem Zeitpunkt verpasst, die Führung weiter auszubauen“, bemängelte Leibssle die vielen liegengelassenen Torchancen seiner Schützlinge. Dies nutze die routinierte Mannschaft von Gäste-Trainerin Bettina Grenz-Klein und glich durch ihre Top-Torschützin Loes Vandewal zum 8:8 aus (22.). Die Kuties ließen auch weiterhin zu viele Möglichkeit vor dem gegnerischen Tor aus, unter anderem einen Siebenmeter, und liefen ab der 22. Minute einem Rückstand hinterher. Beim Stand von 13:14 ging es in die Halbzeit.

Nach Wiederanpfiff lieferten sich die beiden Teams weiterhin einen offenen Schlagabtausch. Mit einem Doppelschlag von Aylin Bok und einem Treffer von Anika Bissel zum 20:18 konnten sich die Kuties etwas lösen, verpassten es aber, weiter zu erhöhen. Ganz im Gegenteil: Ein 5:0-Lauf ermöglichte es Lintfort anschließend, auf 24:21 davonzuziehen. „Da müssen sich meine Spielerinnen einfach besser an den Matchplan und die Vorgaben halten“, ärgerte sich Leibssle über die taktische Unfeinheiten im Spiel seiner Mannschaft. „Wir hatte viele Chancen, haben diese aber wieder verstreichen lassen, dafür hat der TuS im Gegenzug seine Möglichkeiten genutzt.“ Technische Fehler, Stellungsprobleme in der Abwehr oder freie Verworfene vor dem Kasten – Leibssle war in der Schlussphase bedient. „In der entscheidenden Phase haben wir versagt, da tun uns die vielen individuellen Fehler weh.“ Die ebenfalls stark aufspielende Marie-Christine Beddies egalisierte drei Minuten vor dem Ende zwar nochmals zum 26:26, doch die weiterhin mangelnde Chancenverwertung besiegelte kurz vor Schluss die knappe 27:28-Niederlage.

Das nächste Spiel ist am 5. Januar in Leipzig

Die Kuties können die Weihnachtspause nutzen, um die Niederlagenserie der vergangenen Wochen aufzuarbeiten und die Akkus aufzuladen. Am 27. Dezember wird die Leibssle-Sieben erneut in den Trainingsbetrieb einsteigen, ehe sie am 5. Januar beim Aufsteiger in Leipzig antritt.

Drei Spiele stehen für die Kuties in der Hinrunde noch aus, für den Coach ist klar: „Da müssen wir mindestens vier Punkte mitnehmen.“

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg, Bissel (3), Kussmaul, Tuc, Bok (5), Zilinskaite, Foth (4/davon 2 Siebenmeter), Toepelt-Gera (5), Neubrander (4/1), Hiller (2), Marcikova (2/2), Beddies (2).

https://www.krzbb.de/krz_56_111818048-13-_Kuties-kassieren-zum-Jahresende-eine-aergerliche-Niederlage.html