„Kleine Kuties“ bekommen eine neue Trainerin

Artikel vom 02. April 2020

Von Michael Stierle

HERRENBERG. Wenn sich auf den Plätzen und in den Hallen nichts tut, die Sportlerinnen und Sportler vornehmlich eigenverantwortlich an ihrer Fitness arbeiten, können im stillen Kämmerlein die Weichen für die kommende Saison gestellt werden. Die SG H2Ku Herrenberg verpflichtete eine neue Trainerin für ihre zweite Mannschaft in der Handball-Württembergliga der Frauen, die gleichzeitig eine gute Bekannte ist.

Aktuell stehen die „kleinen Kuties“ auf Rang drei – mit guten Chancen, vielleicht sogar noch einen oder gar zwei Plätze nach oben zu klettern, sollte die Runde tatsächlich zu Ende gespielt werden. Und das, obwohl Trainer Georg Lorch zwischenzeitlich das Handtuch geworfen hatte. „Ein Rücktritt, der uns ziemlich überraschte“, lässt der sportliche Leiter Ingo Janoch durchblicken. Vanessa Frey, die auch die H2Ku-A-Jugend in der Württembergliga coacht, und Tim Güthoff, der frühere Co-Trainer, sprangen zusammen mit Teammanager Hubert Holzner ein. Mit Erfolg.

Inzwischen steht die Nachfolgerin fest: Melanie Schittenhelm, aktuell Frauen-Trainerin der SG Nebringen/Reusten. „Sie war bereits als Spielerin und Trainerin unserer zweiten Mannschaft sechs Jahre lang aktiv, ehe sie zu ihrem Heimatverein zurückkehrte. Der Kontakt ist aber nie abgerissen, sie hat auch immer wieder bei unseren Heimspielen vorbeigeschaut und dabei durchblicken lassen, dass sie eine Rückkehr und neue Herausforderung in einer höheren Spielklasse durchaus reizen könnte“, so Janoch. Mit der SG Nebringen/Reusten kam sie über die Bezirksliga nicht hinaus, integrierte in den vergangenen Jahren aber viele junge Spielerinnen. „Genau das ist auch unsere Zielstellung“, verdeutlicht der sportliche H2Ku-Leiter im Frauenbereich. „Uns ist der Übergang der Jugendspielerinnen in den aktiven Bereich und ihre Weiterentwicklung besonders wichtig.“ Ein Anforderungsprofil, das Melanie Schittenhelm hundertprozentig erfüllt. Noch ein Vorteil: „Sie kennt viele aus ihrer früheren Zeit bei uns.“ Außerdem kennt sie Mike Leibssle seit vielen Jahren, den heutigen Zweitliga-Coach. Auch in diesem Punkt sollten die Verständigung untereinander und die Zusammenarbeit problemlos verlaufen.

Guter Einstand für den neuen Trainer der SG H2Ku II

Handball-Württembergliga Frauen: Tim Güthoff holt den ersten Sieg

Die SG H2Ku II hat nach dem Trainerwechsel eine gute Reaktion gezeigt: Laureen Kappus war mit fünf Treffern erfolgreich Foto: TBaur/Archiv

Artikel vom 02. März 2020

HERRENBERG (red). Das ging schnell: vergangenen Mittwoch legte Georg Lorch, Trainer der SG H2Ku Herrenberg II in der Handball-Württembergliga der Frauen, überraschend sein Traineramt nieder. Kurzfristig konnten Tim Güthoff und Vanessa Frey als Übergangslösung bis zum Ende der Saison gefunden werden, die die Mannschaft gemeinsam mit der bisherigen Co-Trainerin Olga Backfisch betreuen werden. Unbeeindruckt von diesen ganzen Unruhen fuhr die Zweitligareserve am Samstag den zehnten Sieg der Saison gegen die SG Ober-/Unterhausen ein. Mit dem 27:19-Sieg hat sie den vierten Platz gefestigt.

Der Trainerwechsel kam dennoch für alle sehr überraschend. Im Zuge der Gespräche zwischen den Verantwortlichen und dem bisherigen Coach bezüglich der kommenden Runde kam es zu unterschiedlichen Auffassungen, was die sportlichen Entwicklungen der Mannschaft angeht. Der Entschluss nach dieser Saison die Zusammenarbeit zu beenden stand fest. „Im weiteren Verlauf hat es dazu geführt, dass Georg Lorch das Vertrauen verloren hat und sein Amt sofort zu Verfügungen gestellt hat“, lässt Abteilungsleiter Ingo Janoch durchblicken, „wir bedanken uns für sein Engagement und seinen Erfolg mit der Mannschaft und wünschen ihm weiterhin alles Gute.“

Gemeinsam mit Team Manager Hubert Holzner wurde mit Tim Güthoff und Vanessa Frey eine schnelle Lösung gefunden. Bereits am Donnerstag leitete der ehemalige Co-Trainer der Zweitliga-Mannschaft das Training. Am Samstag saß er gemeinsam mit Olga Backfisch auf der Bank, Vanessa Frey war gleichzeitig mit der H2Ku-A-Jugend in der Württembergliga in Heiningen unterwegs. „Gegen Ober-/Unterhausen waren die Mädels von Anfang an heiß darauf, eine Reaktion zu zeigen“, berichtet Hubert Holzner.

Mannschaft zeigt trotz zahlreicher Unruhen eine starke Reaktion

Nach einem 1:3-Rückstand vor 100 Zuschauern in der Markweghalle kam die Tormaschinerie ins Rollen. Angeführt von einer starken Michelle Wunschik und Sandra Kussmaul drehten die Herrenbergerinnen mit einem 10:0-Lauf den Spielstand zum 11:3 nach 17 Minuten. „Da passte einfach alles“, freute sich Hubert Holzner, „die Abwehr samt Torhüterin arbeiteten gut zusammen, und mit temporeichen Angriffen kamen wir zum Torerfolg.“ Beim Stand von 14:8 ging es anschließend in die wohlverdiente Halbzeitpause.

Auch nach Wiederanpfiff ließ die SG H2Ku Herrenberg II den Tabellenzehnten kaum zur Entfaltung kommen. Lediglich eine fragwürdige Rote Karte gegen Sandra Kussmaul brachte Mitte der zweiten Hälfte etwas Unruhe ins Spiel. Doch die Gäu-Sieben zog ihr Spiel abgezockt durch und feierte am Ende einen ungefährdeten 27:19-Erfolg.

Am nächsten Wochenende sind die Herrenbergerinnen spielfrei. „Das kommt uns sehr gelegen, so können sich die Mädels an die neue Situation gewöhnen und das Trainerteam in Ruhe arbeiten“, betont Holzner.

SG H2Ku Herrenberg II: Holzner; Gramer (1), Aksoy (2), Kappus (5/davon 1 Siebenmeter), Kühnel, Meyer, Kußmaul (5), Clemence (1), Wunschik (7/2), Maushart (1), Brand (5), Nüßle.

SG H2Ku Herrenberg II festigt Platz vier

Michelle Wunschik (Nr. 10) und Ina Kühnel (Nr. 5) von den kleinen Kuties: Beim HC Schmiden/Oeffingen nicht den Überblick verloren Foto: red

Artikel vom 17. Februar 2020 – 19:00

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Die SG H2Ku Herrenberg II hat einen weiteren Schritt in Richtung eingleisige Handball-Württembergliga der Frauen gemacht. Beim direkten Konkurrenten HC Schmiden/Oeffingen konnten sich die kleinen Kuties dank einer starken Schlussphase mit 30:26 durchsetzen. Auch der Rückstand zu den Plätzen zwei (Neckarsulm II) und drei (Schwaikheim) ist dadurch nochmals geschrumpft. „Von Beginn an haben wir eine konzentrierte Mannschaftsleistung aufs Feld gebracht“, berichtete Team-Manager Hubert Holzner, „ich muss vor den Mädels wirklich den Hut ziehen.“

Trainer Georg Lorch hatte seinen Schützlingen im Vorfeld den Druck genommen, da der HC deutlich mehr unter Zugzwang stand, seinen fünften Platz zu halten, als die Gäu-Sieben. Beide Teams lieferten sich über die gesamte erste Hälfte einen offenen Schlagabtausch. Bis zur 25. Minute konnte sich keine Mannschaft mehr als ein Tor absetzen. Die Gastgeberinnen erhöhten durch einen Doppelschlag von Alina Stuwe auf 15:13, doch bis zum Halbzeitpfiff hatte die SG H2Ku II den Spielstand egalisiert.

Nach Wiederanpfiff ging es analog zur ersten Hälfte weiter. Dann stellte Lorch seine Abwehr um und ließ fortan Michelle Wunschik gegen Schmidens Top-Torschützin Larissa Bürkle decken. Dies brachte deutlich mehr Stabilität ins Spiel der kleinen Kuties. Angeführt von einer starken Kapitänin Laureen Kappus zeigte die SG II nach der 46. Minute eine ihrer besten Saisonleistungen überhaupt. Jeweils zwei Treffer von Tuba Aksoy und Sandra Kussmaul zum 26:22 brachten die Herrenbergerinnen vollends auf die Siegerstraße. „Ausschlaggebend war dabei auch die hohe individuelle Qualität“, so Hubert Holzner.

Der HC Schmiden/Oeffingen hatten dem nichts mehr entgegenzusetzen, und so feierten die Gäste nach Schlusspfiff ausgelassen den 30:26-Auswärtssieg. Mit zwei Spielen weniger als die Konkurrenz stehen sie weiter auf Rang vier. Das Faschingswochenende ist für die Zweitliga-Reserve frei, ehe sie am 29. Februar um 17 Uhr die SG Ober-/Unterhausen in der Markweghalle empfängt.

SG H2Ku Herrenberg II: Holzner; Gramer; Aksoy (5), Kappus (8/davon 2 Siebenmeter), Kühnel (4), Kußmaul (3), Clemence, Wunschik (7/2), Schwarzbach, Maushart, Nüßle, Friedrich (3).

Sophia Holzner erwischt beim 23:19 der kleinen Kuties einen Sahnetag

Handball: Württembergliga

Artikel vom 10. Februar 2020 – 13:18

HERRENBERG (vf). Die SG H2Ku Herrenberg II hat den vierten Platz in der Handball-Württembergliga der Frauen mit dem 23:19-Heimsieg gegen den TV Flein gefestigt. Nach einer schlechten ersten Hälfte fand die Zweitliga-Reserve erst in der Schlussphase zu gewohnter Form und sicherte den achten Sieg der Saison. Torhüterin Sophia Holzner hielt ihre Mannschaft mit zahlreichen Paraden im Spiel und war der Garant im Team von Trainer Georg Lorch. „Positiv war zudem, dass sich die Mannschaft selbst aus dem sportlichen Tief herausgezogen hat“, stellte Team-Manager Hubert Holzner fest.

Der Coach hatte gewarnt: Gegen den Tabellensiebten aus Flein sollte es kein Selbstläufer werden. Nach kurzem Abtasten ging die SG II zwar in Führung, musste diese aber mit dem 3:2 der Gäste prompt wieder abgeben. H2Ku II hatte vor allem im Angriff untypisch große Probleme und schenkte ein ums andere Mal die Bälle leichtfertig her. „Wir konnten von Glück sagen, dass Sophia einen super Lauf im Tor hatte“, lobte Holzner. Vier Siebenmeter in Folge wurden unter anderem zur Beute des jungen Talents aus Hildrizhausen. Beim mageren Stand von 8:7 für die Hausherrinnen ging es in die Halbzeitpause.

Nach Wiederanpfiff konnten die Herrenbergerinnen zur Freude der 150 Zuschauer in der Markweghalle ihre Unsicherheiten ablegen und bauten die Führung aus. Die Stammkräfte fanden zu ihrer Form zurück und erhöhten mit einem 4:0-Lauf auf 23:17. Die zwei Gegentreffer zum 23:19-Endstand konnten die Gastgeberinnen verkraften. „Wir sind sehr glücklich“, freute sich Holzner, „damit haben wir unser Ziel, es in die eingleisige Württembergliga zu schaffen, fast erreicht.“ Bei noch sieben ausstehenden Spieltagen muss die SG H2Ku II für die Qualifikation Platz fünf erreichen. Durch den Sieg gegen Flein stehen die Lorch-Schützlinge weiter auf Rang vier und können am kommenden Sonntag beim Tabellennachbarn in Schmiden einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Saisonziel machen (13 Uhr, Sporthalle beim Schulzentrum Fellbach-Schmiden).

SG H2Ku Herrenberg II: Holzner, Göhlich; Kühnel, Friedrich, Clement, Kappus, Kußmaul, Nüßle, Schwarzbach, Brand, Maushart, Gramer, Aksoy, Wunschik.

Tuba Aksoys Heber rettet das Remis für die SG H2Ku II

Die kleinen Kuties: Freude über das 21:21 gegen den Spitzenreiter Foto: vf

Artikel vom 27. Januar 2020 – Kreiszeitung Böblinger Bote

HERRENBERG (vf). Noch drei Sekunden waren im Spitzenspiel der Handball-Württembergliga zwischen der SG H2Ku Herrenberg II und Tabellenführer SV Hohenacker-Neustadt zu spielen, als Tuba Aksoy von Linksaußen zum Heber ansetzte und für die Bundesliga-Reserve einen Punkt sicherte. Die rund 100 Zuschauer in der Markweghalle hielten den Atem an und feierten im Anschluss ausgelassen den kaltschnäuzigen Treffer zum 21:21-Endstand. Vorausgegangen war eine umkämpfte Partie, bei der vor allem Sophia Holzner im Tor der Gäu-Sieben mit zahlreichen Paraden herausragte. „Die Mannschaft hat sich diesen Punkt erkämpft“, freute sich Manager Hubert Holzner über die geschlossene Leistung.

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Bereits in der ersten Hälfte parierte Sophia Holzner zahlreiche Würfe, im Angriff führte Kapitänin Laureen Kappus klug Regie. Kurz vor der Pause erzielte Hohenacker-Neustadt das 9:8 und damit die knappe Halbzeitführung. Den besseren Start in Hälfte zwei erwischten die Herrenbergerinnen mit dem Doppelschlag von Katrin Friedrich zum 10:9 (33.). Erst eine Viertelstunde vor Schluss gerieten sie wieder mit 13:15 ins Hintertreffen. Doch die kleinen Kuties gaben sich nicht geschlagen und erzielten durch Kappus und Aksoy das 20:20 (58.). Als die Gäste durch ihre Toptorschützin Denise-Marie Kindsvater erneut in Führung gingen, setzte SG-II-Trainer Georg Lorch auf volles Risiko und agierte mit sieben Feldspielerinnen. Die Überzahl ermöglichte Aksoy den letzten Wurf, mit dem sie ihre starke Leistung krönte.

Durch das 21:21 bleibt die SG H2Ku II weiterhin auf Rang vier, hat aktuell drei Punkte Rückstand auf Platz zwei. Am 8. Februar folgt das nächste Heimspiel gegen den TV Flein (20 Uhr, Markweghalle). „Da möchten wir natürlich den Anschluss an die Tabellenspitze halten“, so Hubert Holzner.

SG H2Ku Herrenberg II: Holzner; Gramer, Aksoy (6), Kappus (7/davon 2 Siebenmeter), Kühnel, Kußmaul (1), Clemence, Wunschik (3/1), Schwarzbach, Maushart, Nüßle, Friedrich (4).

Unnötige Pleite der SG H2Ku II nach starkem Start

Artikel vom 21. Januar 2020, Kreiszeitung Böblinger Bote, von Vanessa Frey

HERRENBERG. „Das hätte nicht sein müssen – nein, gar nicht sein dürfen“, war Hubert Holzner nach der 22:23-Niederlage der SG H2Ku Herrenberg II beim VfL Pfullingen in der Handball-Württembergliga der Frauen bedient. Der Team-Manager sah einen dominanten Start, doch im weiteren Verlauf verlor das Team von Trainer Georg Lorch komplett den Faden. „Von da an liefen wir nur noch einem Rückstand hinterher, der VfL hatte das Spiel in der Hand. „

Zunächst wurde die SG II ihrer Favoritenrolle vor knapp 100 Zuschauern in der Kurt-App-Halle gerecht. Michelle Wunschik erzielte das 6:0 für die Gäste (13.). Pfullingens Beste, Lydia Junger, brachte den VfL jedoch wieder heran, fünf ihrer insgesamt neun Treffer erzielte die Rückraumspielerin in den ersten 30 Minuten. Mit ratlosen Gesichtern auf Herrenberger Seite ging es beim Stand von 11:11 in die Halbzeitpause. Nach dem Wiederanpfiff wurde es für H2Ku II gar noch schlimmer, in der 42. Minute lag man plötzlich mit 13:18 im Hintertreffen. Im Angriff lief nichts mehr zusammen. Fehlwürfe, vergebene Siebenmeter, und auch Würfe auf das leere Tor gingen daneben.

„Mental war es für uns unheimlich schwer“, berichtete Holzner, „aber die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben und kam nochmal heran.“ Zweimal Katrin Friedrich und ein Treffer von Sandra Kußmaul egalisierten fünf Minuten vor dem Ende zum 21:21. In einer hitzigen Schlussphase mussten sich die kleinen Kuties dennoch mit 22:23 geschlagen geben. Nach der Niederlage steht die SG II weiterhin auf Rang vier. Kommenden Samstag ist der Tabellenführer aus Hohenacker-Neustadt zu Gast in der Markweghalle. „Da gilt es dann, eine Trotzreaktion zu zeigen“.

SG H2Ku Herrenberg II: Holzner, Göhlich; Gramer, Aksoy, Kappus (3/davon 1 Siebenmeter), Kühnel (1), Kußmaul (5), Wunschik (7/1), Clemence, Maushart, Brand, Nüßle, Friedrich (6).

Schockstarre nach übler Verletzung von Britta Meyer noch überwunden

Artikel vom 13. Januar 2020, Kreiszeitung Böblinger Bote

HERRENBERG (vf). Die Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg II haben das erste Punktspiel des neuen Jahres gewonnen und bleiben somit an der Spitzengruppe in der Württembergliga dran. Bei der SG BBM Bietigheim III setzte sich die Zweitligareserve nach einer umkämpften Partie mit 22:19 durch.

Dabei trübte die schwere Verletzung von Linkshänderin Britta Meyer die Freude über den Auswärtssieg. Nach knapp 15 Minuten beim Stand von 4:4 riss sich die bis dato erfolgreichste Spielerin der Saison ohne Fremdeinwirkung die Achillessehne und wird dem Team monatelang fehlen. „Der Schock saß bei den Mädels natürlich tief“, berichtet Team-Manager Hubert Holzner von der minutenlangen Verletzungsunterbrechung in der Sporthalle am Viadukt. Die Schockstarre ermöglichte den Gastgeberinnen, sich etwas abzusetzen, und als Kreisläuferin Susanne Maushart zudem noch die Rote Karte sah (18.), waren die Herrenbergerinnen vollends verunsichert. Doch ihr Teamgeist bestach, und die Gäu-Sieben schaffte nach einem großen kämpferischen Aufbäumen in der 23. Minute den Ausgleich durch Katrin Friedrich zum 9:9. Ina Kühnel und Selina Schwarzbach warfen für ihre Farben im Anschluss noch den 12:10-Halbzeitstand heraus.

Nach Wiederanpfiff blieb die SG H2Ku II weiterhin in Führung, verpasste es dennoch, sich weiter vom Tabellenachten abzusetzen. Ausschlaggebend war in Hälfte zwei dann die Qualität in der Breite des Kaders und Torhüterin Sophia Holzner in Topform. Beim 21:18 durch die starke Katrin Friedrich drei Minuten vor dem Ende war die Messe vollends gelesen.

Nach dem 22:19-Auswärtssieg stehen die Gäu-Handballerinnen weiterhin auf Rang vier in der Tabelle, die Qualifikation für die eingleisige Württembergliga scheint somit so gut wie sicher zu sein. Am kommenden Sonntag müssen sie zum nächsten Spiel in der Fremde beim VfL Pfullingen antreten. „Bis dahin gilt es, den Ausfall von Britta zu verarbeiten“, blickt Hubert Holzner voraus, „zum Glück wird Sandra Kußmaul dann für uns spielberichtigt sein, das wird uns enorm weiterhelfen“. Anpfiff ist um 17 Uhr in der Kurt-App-Halle in Pfullingen.

SG H2Ku Herrenberg II: Holzner, Pugar; Gramer (1), Aksoy (4), Kappus (2/davon 1 Siebenmeter), Kühnel (4), Meyer, Wunschik (3), Schwarzbach (1), Maushart, Brand (2), Nüßle, Friedrich (5).

Handball-Frauen der SG H2Ku II erreichen Final Four im Pokal

Jetzt vielleicht sogar eine Bewerbung als Ausrichter

Von Beginn an mächtig Gas gegeben: Der Traum vom Pokaltriumph lebt bei den Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg II Foto: vf

Artikel vom 09. Januar 2020, Kreiszeitung Böblinger Bote, von Vanessa Frey

HERRENBERG (vf). Große Freude bei den Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg II: Sie haben souverän und deutlich mit 36:16 gegen den TSV Zizishausen im HVW-Pokal gewonnen und somit den Einzug ins Final Four geschafft. „Eine ganz tolle Sache, wir sind sehr stolz auf die Mädels“, sagt Team-Manager Hubert Holzner. „Theoretisch können wir uns jetzt für die Ausrichtung des Final Four bewerben, das müssen wir noch intern klären.“

In der Neckar-Sporthalle in Nürtingen gab H2Ku II von Beginn an mächtig Gas und lag nach einer Viertelstunde und einem Treffer von Sandra Kußmaul bereits mit 10:3 in Front. Die Kreisläuferin ist nach der Rückkehr aus dem Zweitliga-Team auch im anstehenden Liga-Alltag wieder für die SG II einsetzbar. „Ihre Präsenz tut uns natürlich sehr gut, das bringt nochmal einen Qualitätsschub“, so Holzner. So wog auch der Ausfall von Michelle Wunschik, die für den Pokalwettbewerb gesperrt ist, nicht allzu schwer. Zur Pause führte Herrenberg II gegen den Letzten der Württembergliga Süd bereits mit 16:6.

„Wir haben in der zweiten Hälfte ein gutes Niveau halten können, wobei wir mit einer höheren Gangart sicherlich auch die 40-Tore-Marke hätten knacken können“, fasst Holzner zusammen. Der 36:16-Endstand machte dennoch einen Klassenunterschied deutlich. Zudem trug sich jede Spielerin in die Torschützenliste ein.

In der Württembergliga Nord weiterhin Chancen auf die Spitze

In der Württembergliga Nord starten die kleinen Kuties am Samstag bei der SG BBM Bietigheim III ins neue Jahr. Das Team von Trainer Georg Lorch steht derzeit auf Rang vier und hat mit zwei Punkten Abstand auf Platz zwei weiter Chancen auf die Spitze. „Wir werden weiter alles geben, um das bestmögliche Ergebnis aus dieser Spielzeit herauszuholen.“ Anpfiff ist um 18 Uhr in der Sporthalle am Viadukt in Bietigheim-Bissingen.

SG H2Ku Herrenberg II: Holzner; Gramer (1), Aksoy (3), Kappus (4/davon 1 Siebenmeter), Kühnel (5), Meyer (3), Kußmaul (6), Clemence (4), Maushart (1), Brand (4), Nüßle (1), Friedrich (4).

KLEINE KUTIES LASSEN DIE NÖTIGE AGGRESSIVITÄT VERMISSEN

Britta Meyer (SG H2Ku Herrenberg Kuties II #6) Handball,Frauen,Wuerttembergliga Nord,Ligaspiel,24.03.2018, Foto:TBaur/Eibner
Linkshänderin Britta Meyer: Bei ihrem Treffer zum 7:5 lief für die SG H2Ku Herrenberg II noch alles prima Foto: TBaur/Eibner/Archiv

Artikel vom 17. Dezember 2019, Kreiszeitung Böblinger 

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Das hatten sich im Lager der zweiten Frauenmannschaft der SG H2Ku Herrenberg alle ganz anders vorgestellt. Im Spitzenspiel der Württembergliga gegen die SF Schwaikheim setzte es eine bittere 23:26-Niederlage in der heimischen Markweghalle. Über weite Strecken lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, erst eine Schwächephase des Gäu-Teams Mitte der zweiten Halbzeit brachte die Vorentscheidung. „Wir haben einfach nicht die nötige Aggressivität sowohl in der Abwehr als auch im Angriff auf die Platte bringen können“, konstatierte Team-Manager Hubert Holzner.

In der Anfangsphase legte die Mannschaft von Trainer Georg Lorch zunächst gut los. Linkshänderin Britta Meyer erhöhte vor rund 100 Zuschauern zum 7:5 nach knapp zehn Minuten. Schwaikheims Beste, Annika Luckert, egalisierte jedoch postwendend zum 7:7. Insgesamt war die Halblinke ganze 13-mal erfolgreich und von der Herrenberger Abwehr kaum in den Griff zu bekommen. Bis zur Halbzeit hatten sich beide Teams aufeinander eingependelt und gingen beim Stand von 15:15 in die Halbzeit.

Die kleinen Kuties blieben nach Wiederanpfiff weiterhin an den Gästen dran und konnten den Spielstand ein ums andere Mal ausgleichen. Kapitänin Laureen Kappus verkürzte in der 44. Minute zum 20:21. Dann folgte der große Einbruch auf Seiten der SG H2Ku. Ganze zehn Minuten erzielte sie keinen Treffer mehr und scheiterte immer wieder vor dem Gehäuse der Gäste. Diese nutzten diese Schwächephase gnadenlos aus und zogen auf 23:20 davon.

Auch in den Schlussminuten zeigte sich keine Besserung, so stand am Ende eine bittere 23:26-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten aus Schwaikheim. Somit haben beide Mannschaften die Plätze getauscht, die SG II steht aktuell auf Rang vier in der Tabelle. Am 11. Januar geht es für die Zweitliga-Reserve in Bietigheim bei der dritten Mannschaft der SG BBM weiter.

SG H2Ku Herrenberg II: Holzner, Göhlich; Gramer (7/davon 5 Siebenmeter), Aksoy, Kappus (5/1), Kühnel (1), Meyer (6), Wunschik (1), Clemence, Schwarzbach (1), Maushart, Brand, Bühler, Friedrich (2).

https://www.krzbb.de/krz_56_111818932-13-_Kleine-Kuties-lassen-die-noetige-Aggressivitaet-vermissen-lassen.html

SG H2Ku Herrenberg II tut sich gegen Tabellenletzten schwer

27:20-Auswärtssieg beim TSV Nordheim in der Frauen-Württembergliga

Ina Kühnel: Vier Tore in Nordhorn eib

Artikel vom 09. Dezember 2019 , Kreiszeitung Böblinger Bote

HERRENBERG (vf). „Das war eines dieser typischen Spiele gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel“, atmete Hubert Holzner erstmal kräftig durch. Der Team-Manager der SG H2Ku Herrenberg II sah über lange Strecken eine durchwachsene Leistung seiner Mannschaft in der Handball-Württembergliga der Frauen. Erst in der Schlussphase wurden die kleinen Kuties ihrer Favoritenrolle gerecht und besiegten den Tabellenletzten TSV Nordheim mit 27:20. „Mental war dieses Spiel brutal schwer, aber wir haben gewonnen, das ist das Wichtigste.“

Auch ohne Allrounderin Katrin Friedrich, die per Zweitspielrecht beim HCD Gröbenzell in der 3. Liga im Einsatz war, legten die Schützlinge von Trainer Georg Lorch gut los. Zum Leidwesen der Fans ließen sie die Gastgeberinnen aber ein ums andere Mal wieder herankommen. Ein Doppelschlag von Ina Kühnel brachte in der 18. Minute die 7:5-Führung, diesen Zwei-Tore-Vorsprung hielten die Herrenbergerinnen bis zur Halbzeit (13:11). „Die Führung hätte noch deutlicher ausfallen können, aber die Torfrau des TSV hat einen guten Job gemacht“, lobte Holzner.

Nach Wiederanpfiff hielt die SG H2Ku II 20 Minuten lang den TSV weiter auf Distanz. Nordheim kam zwar nochmals auf 19:22 heran, ein gehaltener Siebenmeter von Elena Pugar untermauerte aber den Auswärtssieg. „Ein tolles Erfolgserlebnis für sie“, freute sich auch Holzner über seine A-Jugendliche. In den Schlussminuten war der Wille des Tabellenletzten vollends gebrochen, und die kleinen Kuties schraubten das Ergebnis auf 27:20 nach oben. „In der Breite waren wir deutlich überlegen“, so Holzner, „unser volles Potenzial müssen wir aber in der nächsten Woche wieder abrufen.“ Am Samstag kommt es in der Markweghalle um 16 Uhr zum Spitzenspiel gegen die SF Schwaikheim, die aktuell einen Platz hinter den kleinen Kuties auf Rang vier stehen. Mit einem Sieg wäre die Zweitligareserve vollends im Aufstiegsrennen mit dabei.

SG H2Ku Herrenberg II: Holzner, Pugar; Gramer (2/davon 1 Siebenmeter), Aksoy (4), Kappus (3/1), Kühnel (4), Meyer (5), Wunschik (5), Clemence, Schwarzbach (3) Maushart (1), Brand, Bühler.

https://www.krzbb.de/krz_56_111814860-13-_SG-H2Ku-Herrenberg-II-tut-sich-gegen-Tabellenletzten-schwer.html