SG H2Ku Herrenberg weiter in der Abwärtsspirale

2. Handball-Bundesliga Frauen: 28:34 gegen Nord Harrislee verloren

Aylin Bok (mit Ball) wird von „Nordfrau“ Hanna Klingenberg in die Mangel genommen: Die Kuties kommen derzeit einfach nicht vom Fleck Foto: Frank/Eibner

Artikel vom 19. Januar 2020, Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg konnten ihren Abwärtstrend auch in eigener Halle nicht stoppen. Gegen den TSV Nord Harrislee verloren sie deutlich mit 28:34 und haben damit aus den letzten sechs Partien nur einen Punkt geholt. „Das ist natürlich alles andere als zufriedenstellend“, meinte ein sichtlich frustrierter Trainer Mike Leibssle, „ab jetzt ist jedes Spiel wichtig.“

Zu Beginn entwickelte sich vor knapp 350 Zuschauern in der Markweghalle eine ausgeglichene und temporeiche Partie. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, wobei sich die Kuties nach knapp zehn Minuten auf 7:5 durch den Treffer von Szimonetta Toepelt-Gera absetzen konnten. „Diesen Vorsprung hatten wir auch Dora Elbert im Tor zu verdanken“, war Leibssle bis dahin noch zufrieden, „im Anschluss haben wir es aber verpasst, uns noch höher abzusetzen.“

Einmal mehr produzierte die SG H2Ku im Angriff zu viele leichte Ballverluste und lud die Gäste aus dem Norden ein ums andere Mal zu einfachen Toren ein. „Uns haben die vielen individuellen Fehler aus dem Tritt gebracht“, haderte Leibssle mit den missglückten Aktionen seiner Schützlinge, die sich über die komplette Spielzeit einschlichen. Die Unsicherheit war im Anschluss auch in der Abwehr zu spüren, doch Herrenberg rettete die Ein-Tore-Führung in die Halbzeit (15:14).

Nach dem Wiederanpfiff blieben die Gastgeberinnen bis zum 19:19 von Aylin Bok (37.) an den Gästen dran. Dann der Knackpunkt: Drei haarsträubende Fehler im Angriff münzte der TSV postwendend in einen 4:0-Lauf um. Da half auch eine zwischenzeitliche Auszeit von Mike Leibssle nicht. Die Nordfrauen kontrollierten fortan das Geschehen und blieben konstant mit vier Toren in Führung. Auch eine doppelte Überzahl konnten die Hausherrinnen nicht nutzen. Ganz im Gegenteil, in dieser Phase kassierten sie sogar noch einen Gegentreffer zum 22:26 (48.). „Der TSV musste nicht viel für seine Tore investieren, wir haben es ihm auch in der Abwehr zu einfach gemacht“, so Leibssle.

Am Ende stand die deutliche 28:34-Heimniederlage auf der Anzeigetafel, die bei allen Beteiligten einen faden Beigeschmack hinterlässt. „Wir können die Leistungen in den vergangenen Wochen nicht akzeptieren“, stellte der H2Ku-Trainer klar. Zwar stehen die Kuties weiterhin auf Rang zehn, müssen sich aber erstmal nach unten orientieren. Am Freitag treten sie im Württemberg-Derby beim Vierten in Waiblingen an. „Ab jetzt gelten keine Ausreden mehr“, erwartet Leibssle dann eine Reaktion seiner Mannschaft.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg, Bissel (1), Tuc (4), Bok (1), Zilinskaite, Foth (9/davon 6 Siebenmeter), Toepelt-Gera (4), Bühler, Neubrander (2), Hiller (1), Marcikova (2/1), Beddies (4).

Schwankungen sind bei den Kuties diesmal verboten

Artikel vom 18. Januar 2020 – 06:59

HERRENBERG (vf). Nach dem unbefriedigenden Remis beim Schlusslicht der 2. Bundesliga in Solingen, sind die Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg am Samstagabend (19.30 Uhr) in der Markweghalle auf Wiedergutmachung aus. Zum Abschluss der Hinrunde ist der Tabellensiebte aus Nord Harrislee der Gegner. Nachdem die Gäste aus dem hohen Norden zu Beginn der Saison für einige Überraschungen auf den vorderen Rängen sorgten, hat sich die Mannschaft von Trainer Herluf „Shorty“ Linde im Mittelfeld der Liga etabliert.

„Natürlich erwarten wir einen starken Gegner, aber wir wollen dieses Spiel nutzen, um uns auf uns selbst zu konzentrieren“, erklärt Kuties-Coach Mike Leibssle. Die Videoaufarbeitung des vergangenen Wochenendes fiel im H2Ku-Lager ernüchternd aus. „Die Hauptfehlerquelle liegt schlichtweg bei uns“, bilanziert Leibssle. Aus den zurückliegenden fünf Partien holte die Gäu-Sieben lediglich einen Punkt und ist auf Platz zehn abgerutscht. „Das ist nicht unser Anspruch. Wir müssen es schaffen, wieder zu unserem Spiel zurückzufinden.“

Gegen die selbsternannten „Nordfrauen“ fordert der Reutlinger, dass seine Schützlinge eine ordentliche Leistung ohne jegliche Schwankungen über die gesamte Spielzeit auf das Parkett bringen. „Das muss das Bestreben aller sein“, redet er nicht um den heißen Brei herum. „Der TSV verfügt über eine kollektiv gute Mannschaft mit einem starken Rückraum, zudem kommt er mit viel Tempo aus der eigenen Hälfte, das gilt es zu unterbinden.“ Sowohl TuS Lintfort als auch die SG 09 Kirchhof haben zuletzt die Qualitäten der Nordfrauen zu spüren bekommen. Mit Merle Carstensen und Janne-Lotta Woch gehören gleich zwei Spielerinnen des TSV zu den besten zehn Torschützinnen der 2. Liga. Kutie Lea Neubrander belegt in dieser Statistik aktuell Rang zwei. „Wir müssen ein gutes Rückzugsverhalten an den Tag legen“, verlangt Mike Leibssle, der auf einen vollen Kader zurückgreifen kann, „dazu gehört auch, dass wir im Angriff keine leichten Fehler produzieren, um die erste und zweite Welle von Nord Harrislee zu unterbinden.“

Bonbon für Handballfans: EM-Spiel gegen Kroatien wird übertragen

Auch von der Hauptrunde der Handball-EM werden die Zuschauer in der Markweghalle nichts verpassen: Das Spiel der Deutschen gegen Kroatien um 20.30 Uhr wird live in der Mensa übertragen.

Auch beim Schlusslicht gelingt der SG H2Ku nur ein Unentschieden

Wenigstens noch einen Punkt gerettet: Marie-Christin Beddies traf zum 30:30-Endstand der SG H2Ku Herrenberg in Solingen Foto: TBaur/Eibner

Artikel vom 12. Januar 2020, Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Das lief erneut nicht nach Plan: Die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg spielten beim Aufsteiger und Tabellenletzten HSV Solingen-Gräfrath nur 30:30 (15:13). Schon vor der Partie hatte Trainer Mike Leibssle vor den Qualitäten des HSV gewarnt – und er sollte Recht behalten. Seine Mannschaft lag Mitte der zweiten Halbzeit sogar mit sieben Tore in Rückstand. „Zu diesem Zeitpunkt habe ich nicht mehr geglaubt, dass da noch was zu holen ist“, konnte Leibssle mit dem Punktgewinn zufrieden sein.

Größtes Manko der Kuties war erneut die hohe Zahl an Gegentoren. „Dabei hatten wir uns nach der Leistung in Leipzig etwas ganz anderes vorgenommen“, haderte der Coach. Gleich zu Beginn kamen die Herrenbergerinnen vor 100 Zuschauern in der Klingenhalle stark in Bredouille, nachdem Lea Neubrander 42 Sekunden nach Anpfiff eine Zeitstrafe kassierte. Prompt lagen die Kuties mit 0:3 zurück. „So startet man natürlich nicht“, kritisierte Leibssle, „das spielte dem Gegner von Beginn an in die Karten.“ Nach zwölf Minuten, beim Stand von 7:4 für die Gastgeberinnen, versuchte der Kommandogeber zu intervenieren und nahm eine erste Auszeit. „Wir haben vorne viel zu überhastet abgeschlossen“, schilderte er, „zudem hat die Abstimmung in der Abwehr nicht gepasst.“ Das Time-out fruchtete zunächst, und Kerstin Foth glich in der 20. Minute erstmals für die SG zum 10:10 aus. Eine doppelte Zeitstrafe gegen Herrenberg ermöglichte es dem Tabellenletzten aber, sich nochmals abzusetzen, so ging es beim 13:15 aus Sicht der Gäste in die Halbzeit.

„15 Gegentore in einer Hälfte sind für unsere Ansprüche viel zu viel, deshalb wurde dieses Thema in der Kabine intensiv besprochen“, ließ Leibssle durchblicken. Wirklich umsetzten konnte dies seine Mannschaft aber nicht, denn sechs Minuten nach Wiederanpfiff geriet H2Ku mit fünf Toren in Rückstand. „Die Tore fielen bei Solingen im Kollektiv, wir haben komplett die Absprache in der Defensive vermissen lassen.“ Beim 26:19 durch Solingens Mandy Reinarz schien die Partie schon gelaufen.

Beeindruckende Aufholjagd nach dem 19:26 bringt fast noch den Sieg

Doch die SG meldete sich mit einer beeindruckenden Aufholjagd zurück. Ein 4:0-Lauf brachte das Gäu-Team auf 23:26 heran. Die Abwehr stabilisierte sich zunehmend, Solingen erzielte das letzte Feldtor in der 53. Minute. Mit abermals vier Treffern in Folge egalisierten die Kuties in der 56. Minute den Spielstand zum 28:28 durch Schoeneberg. „Lea Neubrander wurde in der Schlussphase kurz gedeckt, das hat die nötigen Räume für die anderen geschaffen, das war richtungsweisend“, so Leibssle. Marie-Christin Beddies markierte zwei Minuten vor dem Ende das 30:30, und nachdem die Kuties im darauffolgenden Angriff den Ball eroberten, hatten sie sogar noch die Chance auf den Sieg. „Dann wurde Lea im Eins-gegen-eins gefoult“, schilderte der H2Ku-Trainer, „den Siebenmeter hätte man geben können.“ Der Pfiff blieb aber aus, das 30:30 stand als Endresultat fest.

Damit bleibt die SG auf Rang zehn. Noch einmal deren Coach: „Wir werden das Spiel in der Videoanalyse aufarbeiten. Wir bekommen zu viele Gegentreffer, da müssen wir ansetzen.“ Zum Abschluss der Hinrunde empfangen die Herrenbergerinnen am Samstag den Siebten aus Nord Harrislee.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg (3), Bissel (2), Tuc (3), Bok (2), Zilinskaite, Foth (5/davon 3 Siebenmeter), Toepelt-Gera (3), Neubrander (5), Hiller (1), Marcikova (1), Beddies (5).

Kuties erneut nicht sattelfest genug in der Abwehr

2. Handball-Bundesliga Frauen: SG H2Ku verliert in Leipzig 31:35

Vorne am Kreis durchaus auf der Höhe: Szimonetta Toepelt-Gera (Mitte) setzt sich gegen gleich drei Leipzigerinnen durch, der Schuh bei der SG H2Ku drückt aber in der Abwehr Foto: Kempner/Eibner

Artikel vom 06. Januar 2020 , Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Michael Schwartz

HERRENBERG. Der Auftakt ins neue Jahr verlief für die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg nicht gerade zufriedenstellend. Von der langen Fahrt zum HC Leipzig brachten sie eine 31:35-Niederlage mit. Wieder einmal war es die suboptimale Abwehrleistung, die am Ende das Pendel in die falsche Richtung ausschlagen ließ.

„31 erzielte Tore auswärts sind ein ordentlicher Wert“, merkte H2Ku-Trainer Mike Leibssle an. „Aber 35 Gegentreffer sind einfach zu viel. Wir müssen uns in der Defensive stabilisieren, damit wir so ein Spiel auch gewinnen.“ Er konnte seinem Team zwar nicht vorwerfen, dass es nicht alles versucht hätte, aber am Ende kam dabei nichts Zählbares heraus. „Man muss ja nur die Statistik anschauen“, bemühte der Coach die Zahlen. „Dort sieht man, dass wir von allen Teams die viertmeisten Gegentore kassieren. Wir müssen runterkommen von diesem Wert.“ Das Hauptaugenmerk werde also künftig weiterhin auf dem Einstudieren einer sattelfesten Abwehr liegen.

Wobei es natürlich nicht so ist, dass sich das die Kuties nicht auch für den Trip nach Sachsen vorgenommen hatten. Nur irgendwie ging das nach hinten los. Nach vier Minuten hatten die Gäste bereits vier Gelbe Karten angesammelt, in der ersten Halbzeit summierten sich die Zeitstrafen ebenfalls auf vier, beim Gegner war es nur eine. „Aus dieser Zeit in Unterzahl resultiert auch der 14:18-Rückstand zur Pause“, meinte Leibssle. Bis zum 6:6 blieben die Herrenbergerinnen dran, ließen sich auch nach dem folgenden 0:3-Lauf nicht abschütteln, verweilten jederzeit in Schlagdistanz.

Den Ausgleich zum 23:23 in bester Phase gleich wieder hergeschenkt

Nach dem Seitenwechsel hatte die SG schließlich ihre beste Phase. Stefanie Schoeneberg, Marie-Christine Beddies (2), Lea Neubrander (3), Szimonette Toepelt-Gera (2) und Sarka Marcikova brauchten gerade einmal zehn Minuten, um neun weitere Treffer zum 23:23-Ausgleich auf die Uhr zu bringen. „Eine couragierte Angriffsleistung“, lobte Mike Leibssle, schränkte jedoch gleich ein: „Aber mit individuellen Fehlern bringen wir uns selbst wieder aus dem Spiel.“

Nach dem 25:25 fabrizierten die H2Ku-Frauen technische Fehler, warfen den Ball zum Gegner oder ließen einige Freie ungenutzt. Die Folge: ein 0:6-Lauf zum 25:31 – die Vorentscheidung zugunsten von Leipzig. „Hier und da wäre sicherlich auch der eine oder andere Impuls mehr von den Torhüterinnen gut gewesen“, dachte der Gästetrainer laut nach. Durch Neubrander verkürzten die Kuties noch einmal auf 27:31 (52.), beim 30:33 von Toepelt-Gera (57.) waren es nur noch drei Treffer Unterschied, aber der heimische HC schaukelte die Partie schließlich souverän bis zum 35:31-Endstand nach Hause.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg (1), Bissel (1), Tuc (1), Bok, Zilinskaite, Foth (4/davon 1 Siebenmeter), Toepelt-Gera (5), Neubrander (12/2), Hiller (3/1), Marcikova, Beddies (4).

Kuties starten mit viel Tempo ins neue Jahr

Artikel vom 03. Januar 2020 – 14:00

Von Michael Schwartz

HERRENBERG. Seit 14. Dezember, als sie zu Hause 27:28 gegen TuS Lintfort verloren, hatten die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg spielfrei. Untätig waren sie freilich nicht. „Die Spielerinnen hatten individuelle Pläne zu bearbeiten“, lässt Trainer Mike Leibssle durchblicken, „sie sollten Kraft und Kondition trainieren, damit wir aus der Pause wieder gut rauskommen.“ Das wird am Sonntag (16 Uhr) zum Jahresauftakt beim HC Leipzig auch nötig sein.

Ins gemeinsame Training sind die Kuties wieder am 27. Dezember eingestiegen. Und das hochmotiviert, wie der Coach mit Freude feststellte: „Sie haben gleich gezeigt, dass sie ihre Aufgaben erledigt und jetzt Bock auf den Rest der Saison haben.“ Über den Jahreswechsel war noch einmal kurz frei, bevor Leibssle mit seiner Truppe ordentlich angezogen hat. Das hat natürlich einen Hintergrund: „Wir werden viel Wert auf Tempo legen.“

Das sei gegen den Aufsteiger auch nötig, denn dieser bezieht seine Stärke vor allem aus dem Kollektiv. „Man kann vor Leipzig nur warnen“, hebt Mike Leibssle den Zeigefinger. Der Neuling und Tabellennachbar schlage sich außerordentlich gut, habe bereits den einen oder anderen Achtungserfolg eingefahren. Was der H2Ku-Übungsleiter an den Zahlen ablesen kann: „Die Torgefahr verteilt sich auf viele Positionen, das heißt, wir können uns beim Verteidigen nicht nur auf eine konzentrieren.“ Allen voran treffen die Hummels-Schwestern Jacqueline (Rückraum) und Stefania (Kreis) recht häufig, „aber danach kommen viele weitere im hohen Torbereich“. Gleich im ersten Spiel 2020 wird also höchste Konzentration gefordert sein, um sich in der Tabelle weiter von den unteren Rängen absetzen zu können.

Bei diesem Unterfangen steht Mike Leibssle der komplette Kader zur Verfügung, alle sind verletzungsfrei und fit. Allerdings möchte Sandra Kussmaul auf eigenen Wunsch die Rückrunde in der zweiten SG-Mannschaft in der Württembergliga bestreiten. Ab dem 15. Januar ist sie dort spielberechtigt. „Ich finde es schade, aber ihre Gründe sind nachvollziehbar“, sagt Trainer Mike Leibssle, der dem internen Wechsel zugestimmt hat.

Der Vorbericht zu unserem Spiel beim HC Leipzig wird präsentiert von unserem Medienpartner, der Kreizeitung Böblinger Bote.

Kuties kassieren zum Jahresende eine ärgerliche Niederlage

Marie-Christine Beddies im Anflug aufs Lintforter Tor: Ihr Tor zum 26:26 kurz vor Schluss reichte nicht, um die Heimniederlage zu verhindern Foto: TBaur/Eibner

Artikel vom 15. Dezember 2019 , Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. „Diese Niederlage war einfach komplett unnötig“, ärgerte sich Trainer Mike Leibssle von den Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg nach der 27:28-Heimpleite gegen TuS Lintfort. Lange Zeit waren die Kuties mit dem Tabellensechsten aus dem Ruhrgebiet auf Augenhöhe, ehe ein 5:0-Lauf der Gäste in den Schlussminuten die Vorentscheidung brachte. Damit beenden die Herrenbergerinnen das Jahr auf Rang neun.

„Wir haben ordentlich begonnen“, betonte Leibssle, „die Einstellung und der nötige Kampfgeist haben gepasst.“ Dies stellten die Kuties in der ersten Viertelstunde vor knapp 400 Zuschauern in der Markweghalle auch eindrucksvoll unter Beweis. Der Ball lief über alle Positionen gut, die überragend aufspielende Aylin Bok am Kreis wurde immer wieder in Szene gesetzt und erhöhte in der 12. Minute auf 7:5. „Leider haben wir es zu diesem Zeitpunkt verpasst, die Führung weiter auszubauen“, bemängelte Leibssle die vielen liegengelassenen Torchancen seiner Schützlinge. Dies nutze die routinierte Mannschaft von Gäste-Trainerin Bettina Grenz-Klein und glich durch ihre Top-Torschützin Loes Vandewal zum 8:8 aus (22.). Die Kuties ließen auch weiterhin zu viele Möglichkeit vor dem gegnerischen Tor aus, unter anderem einen Siebenmeter, und liefen ab der 22. Minute einem Rückstand hinterher. Beim Stand von 13:14 ging es in die Halbzeit.

Nach Wiederanpfiff lieferten sich die beiden Teams weiterhin einen offenen Schlagabtausch. Mit einem Doppelschlag von Aylin Bok und einem Treffer von Anika Bissel zum 20:18 konnten sich die Kuties etwas lösen, verpassten es aber, weiter zu erhöhen. Ganz im Gegenteil: Ein 5:0-Lauf ermöglichte es Lintfort anschließend, auf 24:21 davonzuziehen. „Da müssen sich meine Spielerinnen einfach besser an den Matchplan und die Vorgaben halten“, ärgerte sich Leibssle über die taktische Unfeinheiten im Spiel seiner Mannschaft. „Wir hatte viele Chancen, haben diese aber wieder verstreichen lassen, dafür hat der TuS im Gegenzug seine Möglichkeiten genutzt.“ Technische Fehler, Stellungsprobleme in der Abwehr oder freie Verworfene vor dem Kasten – Leibssle war in der Schlussphase bedient. „In der entscheidenden Phase haben wir versagt, da tun uns die vielen individuellen Fehler weh.“ Die ebenfalls stark aufspielende Marie-Christine Beddies egalisierte drei Minuten vor dem Ende zwar nochmals zum 26:26, doch die weiterhin mangelnde Chancenverwertung besiegelte kurz vor Schluss die knappe 27:28-Niederlage.

Das nächste Spiel ist am 5. Januar in Leipzig

Die Kuties können die Weihnachtspause nutzen, um die Niederlagenserie der vergangenen Wochen aufzuarbeiten und die Akkus aufzuladen. Am 27. Dezember wird die Leibssle-Sieben erneut in den Trainingsbetrieb einsteigen, ehe sie am 5. Januar beim Aufsteiger in Leipzig antritt.

Drei Spiele stehen für die Kuties in der Hinrunde noch aus, für den Coach ist klar: „Da müssen wir mindestens vier Punkte mitnehmen.“

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg, Bissel (3), Kussmaul, Tuc, Bok (5), Zilinskaite, Foth (4/davon 2 Siebenmeter), Toepelt-Gera (5), Neubrander (4/1), Hiller (2), Marcikova (2/2), Beddies (2).

https://www.krzbb.de/krz_56_111818048-13-_Kuties-kassieren-zum-Jahresende-eine-aergerliche-Niederlage.html

„Die schnellste Trainerentscheidung unserer Geschichte“

2. Bundesliga: Mike Leibssle verlängert seinen Vertrag bei der SG H2Ku Herrenberg 

Von Vanessa Frey, 09. 12.2019, Kreiszeitung Böblinger Bote

Herrenberg. Trotz der Derbyniederlage gegen die TG Nürtingen am vergangenen Freitag hatten die Verantwortlichen im Lager der SG H2Ku Herrenberg einen Grund zur Freude. Trainer Mike Leibssle hat seinen Vertrag bei der Zweitliga-Mannschaft um ein Jahr vorzeitig verlängert und wird in seine dritte Saison als Kuties-Coach gehen. „Das war eine der schnellsten Entscheidungen, die wir jemals treffen mussten“, lacht der sportliche Leiter Hagen Gunzenhauser, „zu keinem Zeitpunkt Stand eine weitere Zusammenarbeit mit ihm in Frage.“ 

Neben den sportlichen Aspekten sehen die Verantwortlichen vor allem die tolle Chemie zwischen Trainer und Spielerinnen: „Seine Herangehensweise und der Umgang mit der Mannschaft ist einzigartig, das haben uns die Mädels auch so zurückgespiegelt.“ Für Leibssle selbst war eine Verlängerung ebenfalls fast alternativlos, lediglich die Zustimmung seiner Frau musste er abwarten. „Dann habe ich nochmal eine Nacht drüber geschlafen und anschließend zugesagt“, schmunzelt er, „ich fühle mich in Herrenberg sehr wohl und sehe eine deutliche Entwicklung sowohl in der Struktur des Vereins, als auch im Wachstum der Mannschaft.“ Dass dies sportlich mit dem derzeitigen Rang neun in der Tabelle noch nicht ganz ersichtlich ist, stört den Reutlinger dabei nicht: „Es wird auch noch tabellarisch sichtbar werden, da bin ich mir sicher, wir sind auf einem guten Weg.“ 

Mit der Verlängerung ein Zeichen setzten 

Auch Hagen Gunzenhauser ist von dieser Entwicklung überzeugt und ging schon sehr für auf Leibssle bezüglich einer Vertragsverlängerung zu. Zudem laufen die Kaderplanungen für die kommende Spielzeit derzeit auf Hochtouren. „Mit meiner Zusage wollte ich frühzeitig ein Zeichen setzten“, lässt Leibssle durchblicken, „damit können sich auch die Spielerinnen konkrete Gedanken machen.“ Die zunehmende Professionalisierung im Gäu war ein weiterer Faktor für Leibssle. Seit dieser Saison werden die beiden ersten Mannschaften von einer GmbH geleitet. „Das birgt weiterhin viel Potenzial im Verein sich auch strukturell weiterzuentwickeln.“ Der sportliche Leiter sieht in dieser Kombination ebenfalls viele Entwicklungsmöglichkeiten: „Gemeinsam mit Mike haben wir Lust in Herrenberg noch einiges zu erreichen.“ 

Kuties verlieren den Faden und das Spiel

2. Handball-Bundesliga Frauen: Die vielen Zeitstrafen werden der SG H2Ku Herrenberg beim 21:26 in Nürtingen zum Verhängnis

Eher nachdenkliche Mienen im Kreis der Kuties nach Spielende: Das 21:26 in Nürtingen hätte nicht sein müssen Foto: TBaur/Eibner

Die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg mussten in Nürtingen eine bittere 21:26-Niederlage hinnehmen. Im württembergischen Derby begannen die Kuties gut, führten über weite Strecken der ersten Halbzeit, verloren aber in Hälfte zwei komplett den Faden.

Artikel vom 08. Dezember 2019, Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Dass die Herrenbergerinnen dabei ungewöhnlich viele Minuten in Unterzahl agieren mussten, tat ihr Übriges. „Ich werde die Schiedsrichterleistung nicht kommentieren“, stellte Trainer Mike Leibssle dennoch klar.

Die 650 Zuschauer in der rappelvollen Theodor-Eisenlohr-Sporthalle erlebten zu Beginn einen dominanten Auftritt der Gäste aus dem Gäu. Die Abwehr stand gut, dahinter machte Torhüterin Laura Waldenmaier einen soliden Job. Die Belohnung dafür war eine 5:3-Führung nach zehn Minuten durch einen Treffer von Aylin Bok. Knapp neun Zeigerumdrehungen später wuchs der Vorsprung durch Linkshänderin Saskia Hiller gar auf 8:4 an. Da hatte auch TG-Coach Stefan Eidt genug gesehen und nahm seine erste Auszeit. Diese fruchtete, danach kamen die Gastgeberinnen mit einem 4:0-Lauf mit dem Halbzeitpfiff auf 9:9 heran. „Wir haben zunächst eine ordentliche Leistung gezeigt, aber durch individuelle Fehler die Führung fahrlässig hergegeben“, haderte Leibssle, „das darf in dieser Form nicht passieren, da müssen wir in Zukunft stabiler werden.“

Nach Wiederanpfiff blieben die Kuties zunächst im Hintertreffen, schafften aber wiederholt den Ausgleich. Auffällig war in der zweiten Hälfte die Flut an Zeitstrafen gegen die Gäste. Über weite Strecken musste die SG in Unterzahl agieren, eine kraftraubende Situation, die sich hauptsächlich in der schwachen Chancenauswertung bemerkbar machte. Die Nürtingerinnen nutzen dies geschickt aus und erhöhten in der 50. Minute erstmals auf vier Tore zum 21:17. Den Höhepunkt erreichte die Zeitstrafen-Welle in der 54. Minute, als H2Ku nach Hinausstellungen von Neubrander und Bok vom Schiedsrichtergespann Heinz/Lenhardt auch eine Strafe gegen die eigene Bank kassierte und somit nur noch zu dritt auf dem Feld stand. „Da haben wir den Faden komplett verloren“, so Leibssle.

Die TG traf durch einen Siebenmeter von Sarolta Selmeci zum 25:19 die Vorentscheidung. Die 21:26-Niederlage ist für Mike Leibssle dennoch ein achtbares Ergebnis: „Prinzipiell können wir damit zufrieden sein, wenn man bedenkt, wie oft wir in Unterzahl spielen mussten.“ 7:1 Zeitstrafen im Verhältnis sprechen eine deutliche Sprache. Dennoch gab es auch eine erfreuliche Nachricht: Mike Leibssle hat seinen Vertrag bei den Kuties um ein Jahr verlängert. Außerdem möchte er nächsten Samstag gegen TuS Lintfort mit seinen Schützlingen einen positiven Jahresabschluss feiern (19.30 Uhr, Markweghalle).

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg, Bissel (1), Kussmaul, Bok (3), Zilinskaite (1), Foth (6/3), Toepelt-Gera (3), Neubrander (1), Marcikova, Hiller (2), Beddies (4).

https://www.krzbb.de/krz_56_111814395-13-_Kuties-verlieren-den-Faden-und-das-Spiel.html

SG H2Ku wünscht sich Derbysieg vom Nikolaus?

Artikel vom 06. Dezember 2019 – 10:00

HERRENBERG (vf). „Die TG ist deutlich stärker einzuschätzen, als sie aktuell dasteht“, warnt Mike Leibssle, Coach der Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg, vor dem Württemberg-Duell am Freitagabend (20 Uhr, Theodor-Eisenlohr-Sporthalle) bei der TG Nürtingen. Am Nikolaustag will sich die SG selbst einen Derbysieg als Geschenk in die Stiefel packen. „Es wird ein äußerst schwieriges Spiel“, ist sich Leibssle sicher, „Nürtingen ist in der Lage, das Spiel über 60 Minuten zu gestalten.“

Dass die Gastgeberinnen derzeit auf einem Abstiegsplatz stehen, hat aus Sicht des H2Ku-Trainers ganz einfache Gründe: „Sie haben viele Spiele sehr unglücklich und knapp verloren, da sagt die Platzierung nicht unbedingt alles aus.“ Unter normalen Umständen wären die Kuties auf dem Papier der Favorit, doch ein Derby hat wie immer seine eigenen Gesetze. „Wir erwarten eine volle Halle, das ist nicht zu unterschätzen“, so Leibssle weiter, „klar steht Nürtingen unter Druck, aber auch wir wollen uns vom breiten Mittelfeld distanzieren, dazu brauchen wir die zwei Punkte.“

Durch die 29:37-Niederlage zuletzt gegen Buchholz 08-Rosengarten sind die Herrenbergerinnen von Rang sechs auf neun abgestützt. „Das zeigt, wie eng das Feld beieinander ist, von Platz fünf bis zehn ist alles möglich.“ Auch die TG Nürtingen könnte sich mit einem Erfolg aus den Abstiegsrängen herausarbeiten. Das Team von Trainer Stefan Eidt verfügt über eine hohe individuelle Qualität. Nach dem Karriereende ihrer langjährigen Top-Torschützin Verena Breidert bestechen vor allem die beiden Halbspielerinnen Lea Schuhknecht und Sarolta Selmeci. „Ohne Breidert sind die Nürtingerinnen nicht mehr so ausrechenbar, kommen jetzt eher über das Kollektiv“, schildert Leibssle, „zudem verfügen sie mit Christine Hesel und Jesse van de Polder von TuS Metzingen über ein starkes Torwartduo.“

Leibssle selbst kennt sich bestens in Nürtingen aus, seine Frau Barbara war bis zum Ende ihrer Karriere bei der TG aktiv. „Es gibt schon sehr viele Verbindungen“, lacht er, „auch deshalb sind diese Spiele etwas Besonderes.“ Bis auf die am Meniskus verletzte Carolin Tuc kann Leibssle auf einen fitten Kader zurückgreifen, auch seine Spielerinnen fiebern die ganze Woche dem Derby entgegen: „Wir sind alle heiß und wollen die zwei Punkte mit ins Gäu nehmen.“

Der Spielbericht zum heutigen Derby in Nürtingen wird präsentiert von unserem Medienpartner, der Kreiszeitung Böblinger Bote.

Kuties kassieren zu viele Gegentore 29:37

Von Kevin Schuon

HERRENBERG. So viele Gegentore haben die Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg in der 2. Bundesliga weder in dieser noch in der vergangenen Saison kassiert. Mit 29:37 (14:17) unterlagen sie am Samstagabend dem amtierenden Zweitliga-Meister HL Buchholz 09 Rosengarten vor 365 Zuschauern in der heimischen Markweghalle. Keine Frage: „37 Gegentore sind einfach zu viel“, sagte SG-Trainer Mike Leibssle. „Da kann man nicht gewinnen.“

Die Kuties lagen nur einmal in Führung. Das war nach dem schnellen 2:0 durch Kerstin Foth und Lea Neubrander nach zwei Minuten. Danach legten die Luchse einen 4:0-Lauf hin und stellten die Anzeigetafel auf 2:4 (7.). Schon nach dieser kurzen Zeit war abzusehen, dass die Gäste einen sehr schnellen Handball spielen, viele Tore erzielten sie über die erste oder zweite Welle, über ihre schnellen Außenspielerinnen oder per Tempogegenstoß. Da kam die SG häufig nicht hinterher. Wenn die Herrenbergerinnen es schafften, den Gegner ins Positionsspiel zu bringen, dann standen sie in der Abwehr relativ sicher. Dazu hatte Laura Waldenmaier im Tor auch einige gute Aktionen.

So schafften es die Gastgeberinnen zweimal noch zum Ausgleich (5:5, 6:6), waren bei Halbzeit noch auf drei Treffer (14:17) dran. Dann aber gaben sie das Spiel direkt nach Wiederanpfiff in 100 Sekunden aus der Hand, als die Luchse auf 20:14 davonzogen. „Wir haben einige Male zu überhastet abgeschlossen. Das war so nicht abgesprochen“, meinte Mike Leibssle. In der Offensive konnten sich eigentlich nur Lea Neubrander (8 Tore) und Sarka Marcikova (11 Tore, davon sieben per Siebenmeter) auszeichnen. Dazu kamen einige unnötige Ballverluste und technische Fehler.

In Überzahl zu wenig aus den Möglichkeiten gemacht

Das spielte dem Team aus Rosengarten mit seinem schnellen Spiel voll in die Karten. „29 Tore gegen Rosengarten sind zwar kein schlechter Wert, aber da wäre mehr möglich gewesen“, so der H2Ku-Trainer. Vor allem in Überzahl – Rosengarten hatte fünf Zwei-Minuten-Zeitstrafen, Herrenberg nur eine – hätten die Kuties mehr aus ihren Möglichkeiten machen können. „Da haben wir auch zu viele Gegentore kassiert.“ Und so kam dann das deutliche Ergebnis zustande. „Wir müssen in Zukunft wieder mehr Beton anrühren“, lautete das Fazit von Mike Leibssle. „Es ist keine Schande, gegen Rosengarten zu verlieren. Aber 37 Gegentore sind deutlich zu viele. Das ärgert mich.“

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg, Bissel (1), Kußmaul (1), Bok (1), Zilinskaite, Foth (2), Toepelt-Gera (4), Neubrander (8), Hiller, Marcikova (11/davon 7 Siebenmeter), Beddies (1).

Der Spielbericht wird präsentiert von unserem Medienpartner der Kreiszeitung Böblinger Bote